Hagelschäden am Auto: So sichern Sie sich gegen die Sommerunwetter ab
Der Sommer bringt nicht nur strahlenden Sonnenschein, sondern manchmal auch seine weniger beliebten Begleiter: Hitzewellen und heftige Unwetter mit Hagel, die in Teilen Deutschlands für große Schäden sorgen können. Wenn es dann zu den berüchtigten Hagelschauern kommt, kann das für Autofahrer schnell zu einem Albtraum werden. Die Frage, die sich viele stellen: Wie sieht es mit der Regulierung durch die Versicherung aus, wenn das geliebte Auto unter den Eisbrocken leidet?
Erst einmal ein kleiner Überblick: Hagelschäden am Auto sind kein Freibrief für spontane Reparaturen oder Notlösungen. Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung springt ein, aber nur, wenn die Versicherungsnehmer die entsprechenden Regeln beachten. Es gilt die Schadenminderungspflicht — das heißt, Folgeschäden müssen aktiv abgewendet werden. Wer also zertrümmerte Autoscheiben hat, sollte diese schnellstmöglich abdecken, um zusätzliche Schäden durch Regen zu vermeiden. Außerdem ist es wichtig, dass der Versicherer umgehend über den Schaden informiert wird — Tag, Uhrzeit und Ort des Vorfalls sind entscheidend.
Dokumentation ist das A und O
Bevor es zur Schadensmeldung kommt, ist eine präzise Dokumentation unerlässlich. Fotografiert das beschädigte Auto von allen Seiten und notiert den Zeitpunkt des Hagelsturms sowie den Standort des Fahrzeugs. Je detaillierter die Aufzeichnungen sind, desto besser wird die Regulierung der Versicherung laufen. Und hier ein kleiner Tipp: Schäden sollten nicht nur mit dem Smartphone festgehalten werden, sondern das Auto auch gewaschen werden, um die Beschädigungen klarer sichtbar zu machen.
Sobald die Dokumentation steht, sollte der Hagelschaden innerhalb einer Woche online gemeldet werden. Kaum ist dieser Schritt erledigt, wird ein Gutachter beauftragt, das Fahrzeug zu prüfen. Und keine Sorge, das Auto kann bis zur Begutachtung ganz normal genutzt werden. Ein Besichtigungstermin wird individuell abgestimmt, und vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit einer Sammelbesichtigung, um die Wartezeiten zu verkürzen.
Gutachten und Reparatur
Nach der Begutachtung wird der Gutachter die Höhe des Schadens sowie den Wiederbeschaffungswert und Restwert des Fahrzeugs bestimmen. Daraufhin steht die Entscheidung an: Reparatur oder Auszahlung der Summe. Bei der Reparatur sollte man jedoch den Vertrag auf Werkstattbindung prüfen, da dies die Wahl der Werkstatt beeinflussen kann. Wer einen Werkstattbonus hat, muss das Auto in einer vermittelten Werkstatt reparieren lassen, andernfalls übernimmt die Versicherung nur einen Teil der Kosten.
Und falls man ein Leasingfahrzeug fährt, nicht vergessen: Der Schaden muss auch dem Leasinggeber gemeldet werden. Ein wenig Organisation kann hier viel Ärger ersparen. Das Wichtigste ist jedoch, dass man in der heißen Zeit, in der Hagelschauer drohen, sein Auto in Sicherheit bringt — sei es in die Garage oder in eine öffentliche Parkgarage. So kann man dem nächsten Hagelsturm etwas gelassener entgegenblicken.
Wenn man all diese Punkte beachtet, kann man dem Hagel in Zukunft mit weniger Sorgen begegnen. Schließlich ist es schöner, die Sommerzeit mit dem Auto zu genießen, anstatt sich mit den Tücken der Versicherung herumzuschlagen.
