Am Montagabend, als der Himmel über dem Westen und Norden Deutschlands seine Pforten öffnete, erlebten viele eine regelrechte Sintflut. Starkregen, Hagel und Sturm hinterließen ihre Spuren und verwandelten Straßen in reißende Flüsse. In der Nacht füllten sich Keller bis zum Rand und die Schäden an Autos und Häusern sind bereits jetzt spürbar. Besonders betroffen war der Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Regenmengen schier unerträglich waren. Ein wahrer Wetterkapriolen-Mix, der nicht nur die Menschen, sondern auch die Versicherungen in Aufruhr versetzt.

Am Dienstagmorgen meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den Vogtlandkreis in Südsachsen Gewitter mit Starkregen und Sturmböen. Die Lage bleibt angespannt. Wer in diesen Zeiten auf das Schicksal der eigenen vier Wände und Habseligkeiten vertrauen möchte, sollte unbedingt einen Blick auf die Versicherungen werfen. Eine Elementarschadenversicherung ist dabei unerlässlich, um sich umfassend abzusichern. Die Hausratversicherung schützt bewegliche Gegenstände, während die Wohngebäudeversicherung die Schäden am Gebäude selbst abdeckt. Doch Achtung: Vermieter haften nicht für Schäden an den beweglichen Gegenständen ihrer Mieter. Und alte Policen? Die schließen oft Regenfälle und Hochwasser ganz aus.

Versicherungsschutz im Detail

Gerade bei Gewittern bringt es wenig, sich auf die Versicherung zu verlassen, es sei denn, es kommt tatsächlich zu einem direkten Blitzeinschlag. Und selbst dann können Überspannungsschäden in den Stromleitungen für die Geräte im Haushalt zu einem schmerzhaften Verlust führen – nicht alle Hausratversicherungen decken diese Schäden ab. Wer es sich leisten kann, sollte darauf achten, die Versicherungssumme so zu wählen, dass sie den gesamten Wert des Hausrats abdeckt. Oft bieten Versicherungen einen festen Betrag pro Quadratmeter Wohnfläche an, meist zwischen 650 und 700 Euro. Aber aufgepasst: Bei einem Totalschaden gibt’s nicht mehr als die vereinbarte Versicherungssumme.

Und was ist mit dem Auto? Hier greift eine Teilkaskoversicherung, die Schäden durch Sturm, Hagel, Überschwemmung, Blitzschlag, Brand, Diebstahl, Glasbruch und sogar Wildunfälle abdeckt. Doch Vandalismus oder selbst verursachte Schäden sind nicht mitversichert – da sollte man die Augen offen halten, besonders wenn man Sonderausstattungen hat.

Klimawandel und Versicherungen

Die Auswirkungen solcher Wetterereignisse sind nicht zu unterschätzen. Laut dem Naturgefahrenreport 2023 sind Schäden durch Naturgefahren in der Sach- und Kfz-Versicherung auf satte 5,6 Milliarden Euro angestiegen. Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV, hebt hervor, wie wichtig es ist, unsere Städte, die Infrastruktur und Gebäude an die neuen Klimabedingungen anzupassen. Die Häufung von Hochwasserereignissen wird als deutliches Zeichen des Klimawandels wahrgenommen – und die Gesellschaft ist oft nicht ausreichend auf diese Herausforderungen vorbereitet.

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Die Prognosen sind alarmierend: Schäden infolge des Klimawandels könnten bis 2050 mindestens verdoppelt werden. Starkregen, Hochwasser, Stürme, Hagel und Brände sind nicht nur Schlagzeilen, sondern werden zu einem Teil unseres Alltags. Dass Anpassungen notwendig sind, zeigt sich nicht nur in der Natur, sondern auch in den Versicherungsprämien, die sich zunehmend an die steigenden Risiken anpassen müssen.

Die jährlichen Berichte des GDV liefern nicht nur wertvolle Daten, sondern auch wichtige Erkenntnisse, die uns helfen, besser mit den Folgen des Klimawandels umzugehen. Die Gesellschaft steht in der Verantwortung, die Bemühungen zur Erreichung der Pariser Klimaziele zu intensivieren – es ist an der Zeit, dass wir handeln, bevor das nächste Unwetter vor der Tür steht.