In Rheinland-Pfalz hat sich seit Mai 2023 einiges getan. Michael Ebling, der frischgebackene Wirtschaftsminister, hat sich ins Zeug gelegt, um das Handwerk und die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Region zu stärken. Zuvor war Ebling als Innenminister und Oberbürgermeister von Mainz aktiv, was ihm ein breites Maß an Erfahrung und ein gutes Gespür für die Bedürfnisse der Bürger und Unternehmer verschafft hat. Seine Überzeugung: Handwerkspolitik ist nicht nur ein Nebenschauplatz, sondern ein zentraler Bestandteil der Wirtschaftspolitik.

Ebling ist ein Minister, der den direkten Draht zu den regionalen Handwerkskammern pflegt. Im Koalitionsvertrag wird klar, dass Handwerk und Mittelstand als tragende Säulen der Wirtschaft gelten – das ist doch ein starkes Zeichen! Ein Hauptanliegen Eblings ist es, die Bürokratie abzubauen. Mit einer Beweislastumkehr bei staatlichen Berichtspflichten sollen Handwerksbetriebe entlastet werden. Weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für das Wesentliche: das Handwerk selbst. Und um die Kaufkraft der Bürger zu stärken, plant er eine Erhöhung des Grundfreibetrags, des Freibetrags pro Kind sowie des Kindergelds.

Förderungen und Unterstützungen

Doch das ist noch nicht alles. Der Steuerbonus für Handwerkerleistungen bleibt bestehen, wird allerdings leicht abgesenkt. Ebling setzt auch auf die enge Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern und unterstützt die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung. Jährlich werden rund 14 Millionen Euro in den Handwerksbereich investiert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern. Verwaltungsmodernisierung und digitale Verfahren spielen eine entscheidende Rolle beim Bürokratieabbau.

Auf die Herausforderungen des Handwerks reagiert Ebling mit einer klaren Strategie. Schwarzarbeit? Ein ernstes Problem, dem der Zoll effektiv entgegensteuert. Und wenn’s um Gewerbeflächen geht, setzt er sich dafür ein, dass diese den Bedürfnissen des Handwerks gerecht werden. Die Landesregierung will zudem die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien ausbauen; bis Ende 2027 sollen 1,4% der Landesfläche für Windenergie ausgewiesen werden. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz – alles wird gefördert, insbesondere durch praktische Veranstaltungen. Und nicht zu vergessen: Ein Drittel der Handwerksbetriebe steht in den nächsten zehn Jahren vor der Herausforderung der Unternehmensnachfolge. Hier plant Ebling neue Instrumente und Kreditprogramme, um die Übergabe zu erleichtern. Eine Broschüre zur Unternehmensnachfolge gibt’s auch, die nützliche Tipps und Unterstützungsangebote bündelt.

Digitale Zukunft im Handwerk

Die Digitalisierung ist ein weiteres heißes Eisen. Eine Umfrage zeigt: 68% der Handwerksbetriebe nutzen bereits digitale Technologien! 77% sehen darin eine Chance für ihren Betrieb. Und Bund sowie Länder lassen nicht locker, wenn es um die Förderung von Digitalisierungsprojekten geht. Abgestimmt auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen, Soloselbstständiger und Freiberufler, gibt’s eine Vielzahl von Förderprogrammen.

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Und die länderspezifischen Programme sind auch nicht zu vernachlässigen. In Rheinland-Pfalz etwa gibt es die IBI, die Zuschüsse von bis zu 5 Millionen Euro bietet. Die Unterstützung endet jedoch nicht hier. Das Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk bietet kostenlose Beratungen zur Digitalisierung an – eine wertvolle Ressource für viele Betriebe, die nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Ein Blick in die Zukunft

Mit all diesen Maßnahmen wird es spannend zu beobachten sein, wie sich das Handwerk in den kommenden Jahren entwickeln wird. Die Initiativen zur Förderung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit sind vielversprechend. Eine lebendige Handwerksszene ist nicht nur für die Wirtschaft wichtig, sondern auch für die Gesellschaft – Handwerker bringen Kreativität und Handwerkskunst in unsere Lebenswelt. Vielleicht ist das der Schlüssel zu einer blühenden Wirtschaft in Rheinland-Pfalz! Und eines ist sicher: Es wird nicht langweilig.