Berliner Wohnungsbau: Auf und Ab zwischen Genehmigungen und Fertigstellungen
Heute ist der 14.07.2026 und die Lage im Berliner Wohnungsbau sorgt für gemischte Gefühle. Einerseits haben wir einen Rückgang bei den Fertigstellungen von Wohnungen, andererseits kletterten die Baugenehmigungen auf ein neues Hoch. 2025 wurden in der Hauptstadt lediglich 11.027 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang um 4.335 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr. Das ist schon ein ordentliches Stück, das da weggebrochen ist! Doch während die Bauzahlen sinken, berichten die Behörden von einem Anstieg der Baugenehmigungen um satte 40,7 Prozent auf 13.754 Einheiten. Ein echtes Auf und Ab, könnte man sagen.
Im ersten Quartal 2026 lag der durchschnittliche Preis für einen Quadratmeter Eigentumswohnung bei 5.500 Euro. Einfamilienhäuser waren mit 5.360 Euro nur geringfügig günstiger. Experten rechnen für das Gesamtjahr mit einem Preiswachstum von etwa 3,2 Prozent. Das klingt auf den ersten Blick nach einer stabilen Entwicklung, doch im Hintergrund rumort es gewaltig. Knapp 44 Prozent der Betriebe klagen über Auftragsmangel, und das ifo Geschäftsklima für den Wohnungsbau ist im Juni auf minus 31,0 Punkte gefallen. Wenn man bedenkt, dass die Branche unter Materialengpässen und einer Stornierungsquote von 11,4 Prozent leidet, ist es kein Wunder, dass die Stimmung gedrückt ist.
Herausforderungen und Chancen
Ein Blick auf die Baukosten zeigt, dass rund 20 Prozent der Steigerungen seit der Jahrtausendwende auf regulatorische Anforderungen zurückzuführen sind. Das ist ein dicker Brocken! Um dem entgegenzuwirken, fordern Branchenverbände den „Gebäudetyp E“, der einfacheres und günstigeres Bauen ermöglichen soll. Ein weiterer Hoffnungsschimmer könnte die Umnutzung leerstehender Gewerbeimmobilien sein. In Berlin stehen rund 2 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer, was das Potenzial für 8.000 bis 12.000 neue Wohnungen birgt. Ein echter Lichtblick in der Wohnungsknappheit, wenn das tatsächlich angepackt wird!
Die Regierung hat bereits reagiert: Seit Juli gibt es staatliche Hilfe für den Umbau von Gewerbe zu Wohnraum, die bis zu 30 Prozent der Kosten abdecken kann. Das klingt nach einer attraktiven Möglichkeit, um die Wohnungsnot etwas zu lindern. Zudem fordert die Stiftung Zukunft Berlin eine genauere Erfassung von Leerständen und eine Priorisierung des Wohnbaus durch die Investitionsbank Berlin. Hier könnten Maßnahmen ergriffen werden, die tatsächlich etwas bewirken!
Aktuelle Bauprojekte
In der Zwischenzeit schreitet der Bau voran – wenn auch nicht so schnell wie erhofft. Im Juli wurde das Quartier Friedenauer Höhe mit 1.064 Wohnungen und einem öffentlichen Park fertiggestellt. Das klingt nach einem schönen Ort zum Leben! In Friedrichshain hat Mitte Juli der Bau eines Projekts mit 69 überwiegend mietgebundenen Wohnungen begonnen, dessen Fertigstellung für Anfang 2028 geplant ist. Das sind Schritte in die richtige Richtung, auch wenn der Weg dorthin steinig ist.
Die Bundesregierung hat auch die Bedingungen für das KfW-EH55-Förderprogramm gelockert. Nun ist der Vertragsabschluss vor der Antragstellung möglich. So stehen Anfang Juli noch Restmittel von rund 262,3 Millionen Euro zur Verfügung. Bereits gefördert wurden 39.400 Wohneinheiten mit einem Kreditvolumen von 3,7 Milliarden Euro. Das sind Zahlen, die Hoffnung machen!
