Heute ist der 21.07.2026, und das Thema Klimaschutz bleibt so aktuell wie eh und je. In der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung sprach kürzlich Ottmar Edenhofer, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Bei der Veranstaltung, die von Andreas Urs Sommer eröffnet wurde – ja, ich erinnere mich noch an die Klimaanlage, die munter vor sich hinbrummte – ging es um die Dilemmata der globalen Klimapolitik. Edenhofer, ein gefragter Berater für die Politik, ist wirklich einer der meistzitierten Forscher weltweit, was ihm nicht nur Respekt, sondern auch einen gewissen Druck verleiht.

Er betonte, wie wichtig Fridays for Future für den Druck auf die Klimapolitik war – aber das war nicht die einzige Triebfeder für den Klimaschutz. Tatsächlich wurde der erste Emissionshandel in der EU bereits 2005 eingeführt. Edenhofer kritisierte die Verbindung von Klimaschutz mit dem Konzept des „Degrowth“, also der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. „Das ist nicht dasselbe“, meinte er. Vielmehr sind die Probleme der deutschen Wirtschaft nicht primär auf den Klimaschutz zurückzuführen. Unternehmen, die sich auf den CO₂-Preis eingestellt haben, sind besser aufgestellt als ihre Mitbewerber, und das sollte ein Anreiz für alle sein.

Der CO₂-Preis und seine Bedeutung

Die EU hat sich darauf geeinigt, dass die Mitgliedsstaaten bis 2040 bis zu 5% ihrer Klimaziele durch den Kauf von Klimagutschriften im Ausland erreichen dürfen. Das ist ein Schritt, der zeigt, dass man auch international denken muss. Gleichzeitig wurden Klimazölle (CBAM) eingeführt, um die energieintensive Industrie in Europa zu schützen. Anreize für andere Länder, sich ebenfalls dem Klimaschutz anzuschließen, sind natürlich auch ein Teil des Plans. Aber hier kommt das große Aber: Die Wahrnehmung des Klimaschutzes hat in der Bevölkerung an Bedeutung verloren. Von 34% im Jahr 2021 auf nur noch 16% im Jahr 2023 – das ist schon ein ziemlicher Rückgang. Edenhofer sieht den langfristigen Klimaschutz als notwendig für den Wohlstand, und er fordert die Politik auf, diesen Kurs beizubehalten.

Technologien wie Elektroautos könnten auch ohne politische Maßnahmen rentabel werden, während andere Technologien einen CO₂-Preis benötigen, um wirklich zu funktionieren. Da fragt man sich doch, warum es so schwerfällt, ein starkes Verhältnis zu diesem Thema zu entwickeln. Besonders die bürgerliche Mitte hat sich hier nicht so recht zu Wort gemeldet, trotz der wichtigen Maßnahmen, die unter Angela Merkel beschlossen wurden.

Die Rolle der Politik und der FDP

In der Politik gibt es verschiedene Ansätze. Die FDP hat kürzlich auf eine Fragensammlung von Fridays for Future reagiert – ganz schön mutig! Eine der Fragen lautete: „Steht das F in FDP für Fossile?“ Die Antwort der FDP war: „Nein. Aber stehen die F in FFF für flache Fun-Fragen?“ Das ist schon ein bisschen ironisch, oder? Die FDP sieht sich selbst als Vorreiter im Klimaschutz und verweist stolz auf ihr Klimaschutzprogramm sowie auf den ehemaligen Minister Hans-Dietrich Genscher, der das Umweltbundesamt gegründet hat.

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Der umfassende Emissionshandel wird als das maßgebliche Instrument ihrer Klimapolitik angesehen. Ein am Markt gebildeter CO₂-Preis soll die Einsparung einer Tonne CO₂ real darstellen. Und die Bereiche Verkehr und Gebäude sollen schnellstmöglich Teil des Emissionshandels werden. Aber die FDP lehnt auch ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ab – ein echter Streitpunkt, der die Gemüter erhitzt. Komisch, oder? Einige halten es für eine wirksame Klimaschutzmaßnahme, andere nicht.

Die Wärmepumpe wird als eine von vielen Optionen für die Wärmeversorgung genannt, während die Partei staatliche Subventionen kritisch sieht. Besonders wenn diese dem Klima schaden. In diesem Kontext äußert die Fraktion große Sorge über neue klimaschädliche Subventionen, die durch das Ministerium von Robert Habeck eingeführt werden sollen.

Edenhofer und die FDP – ein spannendes Zusammenspiel, das zeigt, wie vielschichtig das Thema Klimaschutz ist. Man fragt sich, wie es weitergeht, aber eines ist sicher: Die Debatte wird noch lange anhalten. Und das ist gut so, denn nur durch Diskussion und Austausch kann sich etwas bewegen.