Heute dreht sich alles um die AfD und ihre plakativen Versprechen. Da inszeniert sich die Partei als die Anwältin der „kleinen Leute“. Doch Vorsicht! Arbeitnehmer*innen mit kleinen oder mittleren Einkommen sollten die Pläne der AfD ganz genau unter die Lupe nehmen. Denn der Worst Case könnte uns teuer zu stehen kommen: Ein EU-Austritt Deutschlands könnte bis zu 2,5 Millionen Arbeitsplätze kosten und eine Wirtschaftsleistung von 700 Milliarden Euro vernichten! Das ist kein Pappenstiel, wenn man bedenkt, dass über die Hälfte der deutschen Exporte in EU-Länder gehen.

Die Rückkehr zur D-Mark? Ein schrecklicher Gedanke für viele Unternehmen. Das würde unsere Produkte international verteuern und vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen gefährden. Und als ob das nicht schon genug wäre, plant die AfD auch einen Einwanderungsstopp von Fachkräften. Kritische Branchen wie Pflege, Bau und Logistik könnten dadurch enorm beeinträchtigt werden. Wenn das so weitergeht, fragt man sich, wo wir am Ende stehen.

Steuerpläne, die aufhorchen lassen

Der Steuerreformvorschlag der AfD, der am Donnerstag im Bundestag zur Abstimmung kommt, sieht eine Einheitssteuer von 25 Prozent für Einkommen- und Gewinnsteuer vor. Ziel? Die „hohe Abgabenquote“ senken. Doch wie so oft – die Steuerexperten sind skeptisch. Laut Stefan Bach vom DIW profitieren vor allem die höchsten Einkommen von diesem Vorhaben. Rund drei Viertel der privaten Mehreinnahmen würden zu den reichsten zehn Prozent der Bevölkerung umgeleitet. Da fragt man sich, ob das wirklich im Sinne der „kleinen Leute“ ist.

Besonders pikant: Der Antrag sieht vor, den Freibetrag für Erwachsene von knapp 12.100 Euro auf 15.000 Euro anzuheben. Das klingt zunächst gut, aber wenn man bedenkt, dass Unternehmen aktuell bis zu 30 Prozent Körperschaft- und Gewerbesteuer zahlen, könnte dieser Vorschlag vor allem den Gutverdienenden in die Karten spielen. Die CDU-CSU kritisiert das Ganze als eine Umverteilung von unten nach oben. Und das Bundesfinanzministerium meldet sich ebenfalls zu Wort und sagt, dass die Abgabenquote in Deutschland im oberen Mittelfeld liegt – na toll!

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die AfD verspricht in ihrem Wahlprogramm Steuerentlastungen und Rentenerhöhungen. Massive Steuersenkungen für Gutverdiener, die Abschaffung des Solidaritätszuschlags und der Erbschaft- sowie Vermögensteuer stehen auf der Agenda. Der Kinderfreibetrag soll auf 12.000 Euro angehoben werden, während die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel auf 0 Prozent sinken soll. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Experten warnen jedoch, dass diese Pläne die Haushaltskassen von Bund, Ländern und Kommunen aushöhlen könnten. Wo sollen die Investitionen in die Infrastruktur bleiben?

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Die Rentenpolitik der AfD sieht vor, das Rentenniveau auf 70 Prozent des letzten Einkommens anzuheben. Aber dafür wären die Rentenbeiträge für Angestellte um rund die Hälfte zu erhöhen – das ist ein gewaltiger Schritt. Und der Arbeitsmarkt? Ein Bürgergeld soll durch eine niedrigere Grundsicherung ersetzt werden, was die Frage aufwirft, ob das wirklich in unser aller Interesse ist.

Was bleibt am Ende? Ein Knoten an Versprechungen, der sich nicht so einfach entwirren lässt. Die AfD mag mit ihren Plänen auf den ersten Blick verlockend erscheinen, doch die kritischen Stimmen werden lauter. Von Experten, die die Konzepte als inhaltlich widersprüchlich und potenziell unverantwortlich bewerten, bis hin zu den Bedenken über mögliche wirtschaftliche Folgen eines EU-Austritts – da bleibt viel Raum für Fragen und Zweifel.