Es gibt sie immer wieder – diese E-Mails, die einen auf den ersten Blick verlocken. Aktuell kursiert eine vermeintliche Sicherheitsbefragung im Namen der HUK-Coburg, und die sieht auf den ersten Blick ganz offiziell aus. Der Betreff „Offizielle Zuteilung: Sicherheits-Befragung für ausgewählte Autofahrer“ klingt tatsächlich ganz ansprechend, oder? Doch wehe, man schaut genauer hin. Hinter dieser Nachricht steckt ein klarer Phishing-Versuch, der darauf abzielt, ahnungslose Autofahrer um ihre persönlichen Daten zu bringen.

Die HUK-Coburg selbst warnt davor und verweist auf einige Merkmale, die diese Nachricht als unseriös entlarven. Die Absenderdomain stimmt nicht mit der offiziellen Adresse überein – ein klarer Hinweis, dass hier etwas faul ist. Zudem wird in der E-Mail mit einer unpersönlichen Anrede, wie „Sehr geehrte Damen und Herren“, operiert. Das lässt schon mal aufhorchen. Und dann ist da noch die Dringlichkeit, die durch Formulierungen wie „begrenztes Kontingent“ erzeugt wird. Das klingt fast zu verlockend, um wahr zu sein.

Das verlockende Angebot und seine Tücken

In der besagten E-Mail wird ein Rabatt von satten 65 Prozent auf Kfz-Dashcams versprochen, falls man an der Umfrage teilnimmt. Das klingt super, aber wie der Verein „Mimikama“ festgestellt hat, handelt es sich hier um ein klassisches Beispiel für Phishing. Nutzer sollten die E-Mail unbedingt als Spam markieren oder gleich löschen. Und ganz wichtig: keine Links anklicken und auf keinen Fall persönliche Daten preisgeben! Wer dennoch in die Falle tappt und Daten eingibt, sollte umgehend die HUK-Coburg sowie die Bank informieren, um Schlimmeres zu verhindern.

Die Situation wird noch kniffliger, wenn man bedenkt, dass eine ähnliche E-Mail von „HUK-COBURG“ einen Gutschein über 60% Rabatt auf eine Dashcam im Austausch für die Beantwortung von fünf Fragen verspricht. Auch hier wird mit einem ansprechenden Design in HUK-Gelb, einem Logo und einem Bild einer Dashcam gearbeitet, um Vertrauen zu erwecken. Doch der Schein trügt: Die Absenderadresse gehört tatsächlich einem französischen Handwerksbetrieb, und die E-Mail wurde über eine IP-Adresse aus der Google Cloud versendet, die zunächst als legitim eingestuft wurde.

Wie man sich schützt

Ein weiteres Alarmzeichen: Der Link in der E-Mail führt zu einer Phishing-Seite, die dazu dient, persönliche Daten durch harmlose Fragen zur „Fahrzeugsicherheit“ zu sammeln. Am Ende der Umfrage werden dann Lieferadresse und Kreditkartendaten verlangt. Wer sich die Mühe macht, genau hinzusehen, erkennt auch Platzhalter wie {EMAIL} in der Anrede. Das deutet darauf hin, dass es sich um eine automatisierte Massenmail handelt. Echte E-Mails von HUK-Coburg stammen hingegen von den Domains huk.de oder huk-coburg.de.

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Der Spaß hört hier jedoch nicht auf. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestehen mehr als die Hälfte aller weltweit verschickten E-Mails aus Spam. Ein Großteil davon sind zwar harmlose Werbe-E-Mails, aber gefährliche Phishing-Nachrichten sind dennoch ein ernstzunehmendes Problem. Diese E-Mails zielen darauf ab, Passwörter und persönliche Informationen abzugreifen. Daher sollte man stets vorsichtig sein und die Absenderadresse überprüfen.

Zusammengefasst bleibt zu sagen: Ein kritischer Blick auf E-Mails kann viel Ärger ersparen. Wer sich im Netz bewegt, sollte seine persönlichen Daten gut im Auge behalten und bei verdächtigen Nachrichten immer auf der Hut sein. Und denkt daran – im Zweifelsfall hilft immer ein Besuch auf der offiziellen Website der HUK-Coburg für weitere Informationen zur Echtheit von E-Mails.