Wenn die Sommerferien näher rücken, schwirrt die Vorfreude in der Luft. Endlich raus aus dem Alltag und rein in die Sonne! Doch während wir uns auf das Abenteuer vorbereiten, kann sich ein ganz anderes Drama am Straßenrand abspielen. Immer mehr Urlauber werden Opfer von Trickdieben, die mit perfiden Maschen operieren. Die R+V Versicherung warnt eindringlich vor falschen Pannenhelfern, besonders in Süd- und Südosteuropa.

Hier ist die Masche ganz klar: Während ein vermeintlicher Pannenhelfer Ablenkung schafft, zocken Komplizen im Hintergrund die Wertsachen der ahnungslosen Reisenden ab. So ein Szenario kann sich überall abspielen, oft an Rastplätzen. Und das Schlimmste? Manche Betrüger beschädigen sogar heimlich einen Reifen, nur um dann „Hilfe“ anzubieten. Der ADAC hat zudem klargestellt, dass sie im Ausland keine eigene Flotte betreiben, außer in Norditalien. Da wird’s dann richtig trickreich: Manche Täter verwenden Störsender, um den Kontakt zu echtem Pannendienst zu unterbrechen.

Wie du dich schützen kannst

Der Schlüssel ist, immer skeptisch zu bleiben. Wenn das Auto stehen bleibt, sollte es unbedingt abgeschlossen sein – selbst bei kurzen Stopps. Wertsachen? Die haben im Auto nichts verloren, besonders nicht, wenn die Fenster offen sind. Vor der Abreise ist es auch ratsam, wichtige Notrufnummern zu speichern. Aber was tun, wenn der Ernstfall eintritt? Der ADAC empfiehlt, in derartigen Situationen ruhig zu bleiben und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Am besten ist es, sich von der Situation zu entfernen und den Auslandsnotruf zu wählen. Das klingt einfach, doch die Täter sind oft sehr überzeugend.

Betrüger sind besonders aktiv in Ländern wie Ungarn, Serbien und Kroatien. Sie imitieren das Erscheinungsbild echter Pannenhilfe, tragen passende Kleidung und fahren ähnliche Fahrzeuge. Da kann man schon mal ins Grübeln kommen, ob man wirklich Hilfe braucht oder nur einem geschickten Schwindler auf den Leim geht. Und wenn du im Urlaub unterwegs bist, achte darauf, dein Wohnmobil oder Auto niemals unbeobachtet zu lassen. Unbeaufsichtigte Parkplätze sind ein heißes Pflaster für Betrüger.

Weitere Betrugsmaschen im Urlaub

Das Thema Betrug im Urlaub ist leider nicht nur auf falsche Pannenhelfer beschränkt. An Flughäfen und bei Touristen-Hotspots gibt es inoffizielle Taxis, die oft überhöhte Preise verlangen. Manipulierte Taxameter und unnötige Umwege sind gängige Tricks. Ein guter Tipp: Nimm nur offizielle Taxis oder nutze Fahrdienste über Apps. Und was ist mit Geldwechsel-Betrügern? Die bieten scheinbar attraktive Wechselkurse, mischen allerdings ungültige Banknoten in dein Wechselgeld oder geben dir letztendlich weniger, als du erwartet hast.

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Eine weitere Masche, die besonders häufig vorkommt, ist die „Hilfe“-Masche am Geldautomaten. Hier bieten Betrüger ihre Hilfe an, während sie versuchen, deine Karte oder PIN zu stehlen. Sei vorsichtig und lehne fremde Hilfe beim Geldabheben kategorisch ab! Und auch bei „kostenlosen“ Geschenken ist Vorsicht geboten. Oft wird dir etwas Unerbetenes angeboten, nur um später Geld dafür zu verlangen. Am besten gleich höflich ablehnen!

Schutz vor Betrug

Im Urlaub ist es wichtig, sich über die gängigsten Betrugsmaschen zu informieren und misstrauisch zu bleiben, wenn etwas zu gut erscheint. Wertsachen sollten immer nah am Körper getragen werden, große Bargeldbeträge sind der beste Weg, um in Schwierigkeiten zu geraten. Offizielle Anbieter für Transport, Touren und Unterkünfte sind ein absolutes Muss, um nicht auf die Nase zu fallen. Wenn du im Ausland bist, halte die Notfallnummern von Bank, Botschaft und Polizei griffbereit. Ein bisschen Vorsicht kann viel bewirken und deinen Urlaub zu einem unbeschwerten Erlebnis machen!