Heute ist der 25.07.2026, und wir schauen uns mal einen Trend an, der in den letzten Jahren in den Restaurants und Cafés aufgetaucht ist: digitale Trinkgeld-Optionen. Auf den ersten Blick könnte man denken, das ist doch total praktisch, oder? Doch Verbraucherschützer ziehen hier die Alarmglocken. Sie kritisieren, dass diese Optionen oft mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten. Wer kennt das nicht: Man steht an der Kasse, die Schlange hinter einem wird länger, und plötzlich wird man mit einer Auswahl an Trinkgeld-Optionen konfrontiert, die einem die Entscheidung nicht gerade erleichtern.

Besonders ins Visier genommen wurde ein Betreiber von Café-Filialen, der von der Verbraucherzentrale Brandenburg abgemahnt wurde. Christian A. Rumpke, der Vorstand der Verbraucherzentrale, betont, dass Trinkgeld etwas Freiwilliges sein sollte. Doch in der Realität sieht es anders aus: Die Null-Prozent-Option, also kein Trinkgeld zu geben, bleibt oft verborgen oder ist schwer zu finden. Kommt dazu, dass die Bezahlterminals häufig voreingestellte Prozentsätze bis zu 30 Prozent anbieten. Das ist nicht nur dreist, sondern kann auch Druck auf die Kundschaft ausüben, vor allem wenn man schnell weiter möchte.

Manipulation durch „Dark Patterns“

Ein weiteres Ärgernis sind die sogenannten „Dark Patterns“. Rumpke beschreibt sie als manipulative Designgestaltungen, die uns dazu bringen sollen, mehr zu geben, als wir vielleicht wollen. Und komischerweise trifft man diese automatischen Trinkgeld-Aufforderungen nicht nur im Restaurant an. Sogar beim Schuhkauf kann es passieren, dass man nach einem Tipp gefragt wird – das ist schon ein bisschen absurd, findet ihr nicht?

Eine Umfrage von YouGov zeigt, dass über die Hälfte der Befragten diese digitalen Trinkgeld-Auswahlfelder als „schlecht“ oder „eher schlecht“ bewertet. Nur ein Drittel findet sie „gut“ oder „eher gut“. Das spricht Bände über die allgemeine Unzufriedenheit mit dieser Entwicklung.

Ein Blick über den Tellerrand

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auf der Webseite der Verbraucherzentrale, wo auch auf die manipulativen Trinkgeldabfragen eingegangen wird. Die Verbraucherzentrale geht aktiv gegen solche Praktiken vor, was sehr begrüßenswert ist. Letztendlich sollte es jedem selbst überlassen bleiben, wie viel Trinkgeld er geben möchte, ohne dabei unter Druck gesetzt zu werden oder in eine Falle zu tappen.

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Die Diskussion über Trinkgeld, vor allem in digitalen Formaten, wird uns also weiterhin beschäftigen. Vielleicht ist es an der Zeit, bewusster mit diesen Angeboten umzugehen und auch mal die eigenen Grenzen zu erkennen. Manchmal ist weniger einfach mehr – auch beim Trinkgeld.