Es ist ein ganz normaler Tag – und plötzlich ploppt eine Rechnung ins E-Mail-Postfach, die man nie bestellt hat. Irgendwie kommt man sich vor wie in einem schlechten Film. Genau das passiert zurzeit vielen Verbraucher:innen in Deutschland. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg wird mit Beschwerden über dubiose Rechnungen von Online-Diensten überhäuft. Besonders im Fokus stehen die Anbieter Novavitalia, Bongo-Chat, Astrolonova und NovaMenstruHilfe. Die Fälle nehmen zu, und es wird Zeit, darüber zu sprechen.

Die Rechnungen, die hier ins Haus flattern, sind alles andere als harmlos. Betroffene berichten, dass sie für Dienstleistungen zur Kasse gebeten werden, mit denen sie nie Kontakt hatten. Insbesondere für das Ernährungscoaching „Novavitalia“ werden Forderungen von über 200 Euro erhoben – eine Summe, die einem den Atem rauben kann. Und das alles, obwohl die Verbraucher:innen keinen Vertrag abgeschlossen haben. Woher die Anbieter überhaupt die Daten der Betroffenen haben, bleibt ein Rätsel. Vielleicht Datenlecks oder -verkäufe? Wer weiß das schon.

Vorsicht ist geboten

Betroffene sollten sich nicht einfach so mit diesen Forderungen abfinden. Die Verbraucherzentrale rät dazu, Widerspruch gegen diese angeblichen Verträge einzulegen. Dabei ist es wichtig, alles schriftlich zu bestreiten und sich nicht von weiteren Mahnungen einschüchtern zu lassen. Es sind vor allem die Nachweise der Anbieter, die das Ganze so verwirrend machen. Sie geben Datum, Uhrzeit, E-Mail-Adresse und IP-Adresse als Beleg an – und das sorgt für Verwirrung. Dabei ist es klar: Wer keinen Vertrag geschlossen hat, muss auch nichts bezahlen!

Insbesondere bei einem Widerruf verlangt Novavitalia unverschämte 110 Euro als Wertersatz. Man fragt sich, was das für ein Wertersatz sein soll, wenn man nie etwas in Anspruch genommen hat. Und auch wenn es um die anderen Dienste geht – wie das Horoskop-Abo von Astrolonova oder den KI-Assistenten Bongo-Chat – die Verbraucher:innen stehen vor einem Berg von Rechnungen, die sie nicht angefordert haben. Ein echtes Ärgernis, das einen an den Rand der Verzweiflung treiben kann.

Hilfe durch die Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale ist hier ein wichtiger Ansprechpartner. Sie bietet nicht nur Informationen, sondern auch Musterbriefe für Widersprüche an. Das ist Gold wert, wenn man nicht weiß, wie man mit solchen Forderungen umgehen soll. Und falls es doch zu Inkassobüros kommt, sollte man unbedingt auf den Widerspruch gegenüber dem Anbieter verweisen. Das ist wie ein kleiner Schutzschild gegen das, was da auf einen zukommen könnte. Bislang sind übrigens keine gerichtlichen Mahnbescheide in diesen Fällen bekannt. Das kann zwar beruhigen, aber die Unsicherheit bleibt.

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Es bleibt also spannend. Was genau passiert hier? Warum sind so viele Leute betroffen? Und woher kommen diese unrechtmäßigen Rechnungen? Diese Fragen sind noch lange nicht geklärt. Fakt ist, dass die Verbraucher:innen hartnäckig bleiben sollten. Schließlich geht es um ihr Geld – und das lässt man sich nicht so einfach aus der Tasche ziehen. Wer informiert bleibt, kann besser reagieren und sich gegen solche Machenschaften wehren. Immerhin ist es besser, auf der sicheren Seite zu sein, als plötzlich vor einem Berg an Rechnungen zu stehen, die man nie gewollt hat.