In einer Zeit, in der die elektrische Versorgung immer wieder ins Wanken gerät, wird das Thema Notstromversorgung plötzlich ganz groß. Jörg Stratmann, der CEO von Rolls-Royce Power Systems, hat die Zeichen der Zeit erkannt. Er berichtet von einem steigendem Absatz von Notstrom-Aggregaten und kleinen Atomkraftwerken, sogenannten Small Modular Reactors (SMRs). Ein Blick auf die aktuelle Situation zeigt: Die Nachfrage nach ausfallsicheren Stromerzeugern wächst rasant, vor allem in kritischen Infrastrukturen wie Krankenhäusern, Flughäfen und Datencentern. Man fragt sich, wie wir uns in einer Welt, die zunehmend von digitalen Infrastrukturen abhängig ist, auf eine verlässliche Stromversorgung verlassen können.

Unternehmen stehen unter Druck, autark vom Stromnetz zu werden. Das hat auch seine Gründe – die Bundesnetzagentur veröffentlicht Berichte zur Versorgungssicherheit, doch viele fordern einen Resilienz-Check für Deutschland. Immerhin kommt über 80% der Nachfrage nach Notstrom-Optionen von Datencentern, die eine Verfügbarkeit von 99,999% erwarten. Das ist fast so zuverlässig wie das Wetter in der Sahara, könnte man fast sagen! Aber die Realität sieht oft anders aus. Kurze Stromunterbrechungen können in hochautomatisierten Prozessen erhebliche Schäden verursachen. Und die offiziellen Zahlen messen nur Ausfälle über drei Minuten. Wer in der Industrie tätig ist, weiß: Da gibt’s oft schon bei kürzeren Unterbrechungen den großen Aufstand.

Ein Blick auf SMRs und ihre Vorteile

Rolls-Royce hat die Zeichen der Zeit erkannt und investiert nicht nur in Deutschland, sondern auch in die USA. Besonders spannend sind die Modular Engine Powerplants, die mit klimafreundlicheren Brennstoffen betrieben werden können. Ein echter Fortschritt, wenn man bedenkt, dass die Nachfrage nach zuverlässigen Stromversorgungslösungen für Rechenzentren steigt. Herkömmliche Energiequellen können die Nachfrage nicht decken – das Netz hat oft seine Grenzen. Das eröffnet neue Perspektiven für SMRs, die als innovative Lösungen für die Stromversorgung von Rechenzentren gelten.

Diese kleinen Reaktoren, die schnell einsatzbereit sind, könnten nicht nur die Grundlastkapazität dezentral erhöhen, sondern auch emissionsfreie Energielösungen bieten. Außerdem stehen in Europa einige spannende Akteure in den Startlöchern. EDF, Newcleo und Kärnfull Next sind nur einige der Unternehmen, die an SMR-Technologien arbeiten. Und während wir alle auf den ersten großen Durchbruch warten, sind Verträge für SMRs bereits in Großbritannien, Tschechien und Schweden abgeschlossen worden. Die ersten Anlagen sollen in den frühen 2030ern in Betrieb gehen, was für viele ein Lichtblick ist in einer Zeit, in der die Energieversorgung zunehmend fragil wirkt.

Marktentwicklung und Herausforderungen

Der Markt für SMRs könnte bis 2050 ein Volumen von rund einer Billion US-Dollar erreichen. Ein wahres Goldgrube, könnte man sagen. Rolls-Royce hat bereits einen SMR mit einer elektrischen Leistung von 470 Megawatt entwickelt, der durch Standardisierung und Serienfertigung kostengünstiger und schneller umgesetzt werden kann. Doch auf der anderen Seite gibt es auch kritische Stimmen. Einige Experten warnen, dass SMRs pro erzeugte Energie teurer sein könnten als große Kraftwerke oder erneuerbare Energien mit Speicher. Und die Lizenzierung dieser neuen Technologien in Europa? Das ist ein Kapitel für sich, das noch lange nicht abgeschlossen ist.

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Die Diskussion um SMRs ist vielschichtig. Sicherheits- und Sabotagegefahren sowie die Handhabung von Atommüll sind nur einige der Bedenken. Da wird einem schon ganz schwindelig, wenn man darüber nachdenkt! Aber die Nachfrage nach stabiler und zuverlässiger Energie wird weiterhin steigen, besonders mit dem zunehmenden Einsatz von KI und anderen energiehungrigen Technologien. Also, wie sagen wir in Österreich? „Schau ma mal!“ Die Zukunft der Energieversorgung könnte aufregend werden – oder auch herausfordernd. Wer weiß das schon? Wir bleiben gespannt!