Die Raumlufttechnikbranche in Deutschland zeigt sich auch im Jahr 2025 resilient, trotz einer eher düsteren Baukonjunktur. Während der weltweite Geräteumsatz einen Rückgang von 1,58 Milliarden Euro auf 1,47 Milliarden Euro verzeichnete – das entspricht einem Minus von 6,8 % – bleibt die Branche ein stabiler Faktor. In Deutschland sank der Umsatz zwar leicht von 567,3 Millionen Euro auf 553,5 Millionen Euro (−2,4 %), doch die Beschäftigung weltweit stieg weiterhin. Ein Lichtblick in einer ansonsten herausfordernden Marktlage.

Die produzierten Stückzahlen in der Raumlufttechnik fielen weltweit von 82.614 auf 66.299 Geräte – ein Rückgang um 19,7 %. Auf dem deutschen Markt wurden 19.170 Anlagen abgesetzt, was einem Rückgang von 5,5 % entspricht. Dennoch blieb die Zahl der Beschäftigten in Deutschland stabil, etwa 8100 Mitarbeiter sind in der Branche tätig. Auch die Zahl der Auszubildenden wuchs leicht auf 501, was zeigt, wie wichtig die Ausbildung für den Standort Deutschland ist, so der RLT-Herstellerverband.

Wachstum und Herausforderungen in der Wohnraumlüftung

Die Situation in der Wohnraumlüftung zeigt ein gemischtes Bild. In Europa stieg der Markt 2019 um 2,4 % nach Wert, nachdem er 2018 mit 2,1 % und 2017 gar 7,1 % gewachsen war. Doch die letzten zwei Jahre waren von stagnierenden Wachstumsraten geprägt, bedingt durch Marktsättigung und einen Rückgang bei Baufertigstellungen. Die Prognose für 2020 sah mit einem Minus von 8,1 % nach Wert eine düstere Entwicklung voraus, die durch die COVID-19-Pandemie verstärkt wurde.

In Deutschland hingegen gab es ein leichtes Plus von 3,6 % nach Menge, angefeuert durch ein zweistelliges Wachstum dezentraler Systeme mit Wärmerückgewinnung. Besonders die Leistungsstärkeren Systeme haben Zuwächse verzeichnet, auch wenn sie in geringeren Stückzahlen verkauft wurden. Ein weiterer Trend ist der zunehmende Fokus auf mehrgeschossigen Wohnbau, während die Nachfrage nach Einfamilienhäusern zurückgeht.

Technologische Entwicklungen und Marktveränderungen

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass die Branche auf dem richtigen Weg zu sein scheint. Die Verkaufszahlen von Raumklimageräten und Luft-Luft-Wärmepumpen erreichen seit 2020 wieder neue Höhen, insbesondere durch die steigenden Energiepreise für Gas und Öl seit 2022. Das hat die Nutzung von Wärmepumpen als Heizalternative gefördert. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hat Luft-Luft-Wärmepumpen in ihr Programm aufgenommen, was ihre Relevanz noch einmal unterstreicht.

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Die DACH-Region hat sich verhältnismäßig gut durch die Pandemie geschlagen, während andere europäische Länder stärkere Rückgänge erlitten haben. In vielen Ländern sehen wir eine steigende Marktkonzentration. Die Top 30 Unternehmen dominieren mit etwa 72 % Marktanteil. Die führenden Hersteller wie Aldes, Atlantic und Zehnder versuchen, ihre Reichweite durch Zukäufe und Übernahmen zu erweitern, was die Dynamik im Markt weiter anheizt.

Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu ignorieren. Fehlende Förderungen für zentrale Systeme und die Schwierigkeiten bei der Argumentation der Investitionskosten für zentrale Einheiten in Österreich sind nur einige der Hürden, mit denen die Branche konfrontiert ist. Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung, dass die Erholung in vielen Ländern, die für 2022 oder 2023 erwartet wird, neue Impulse setzen könnte.