Die europäische Solarindustrie steht in den Startlöchern und zeigt eine beeindruckende Leistungsfähigkeit! Laut einer aktuellen Analyse des European Solar Manufacturing Councils (ESMC), die auf Daten von S&P Global Energy basiert, können heimische Hersteller den Markt fast vollständig bedienen. Ein Grund zur Freude für alle, die auf nachhaltige Energie setzen! Diese Ergebnisse wurden kürzlich auf der Smarter E Europe in einer gemeinsamen Präsentation mit dem österreichischen Hersteller Fronius vorgestellt. Harald Scherleitner, der Vertriebschef von Fronius International, hat betont, dass die industrielle Stärke und die Fertigungskapazitäten in Europa bestehen. Mit einer monatlichen Produktionskapazität von etwa 70.000 Wechselrichtern, was ungefähr 10 Gigawatt pro Jahr entspricht, sieht die Zukunft für die Branche rosig aus.

Besonders spannend ist, dass Fronius innerhalb von nur 6 bis 12 Monaten die Kapazitäten auf 17 Gigawatt pro Jahr ausbauen könnte. Das entspricht dann rund 115.000 Wechselrichtern pro Monat! Christoph Podewils, der Generalsekretär des ESMC, hat sogar angedeutet, dass Fronius etwa die Hälfte des Marktes für Dachanlagen abdecken könnte. Und das ist noch nicht alles: Die Gesamtkapazitäten anderer Hersteller liegen bei über 100 Gigawatt pro Jahr. Aktuell können Hersteller bereits 53 Gigawatt AC-Wechselrichterleistung für Europa liefern, was einer DC-Leistung von rund 61 Gigawatt entspricht. Im vergangenen Jahr lag die neu installierte Solarleistung in Europa bei etwa 65 Gigawatt. Das zeigt deutlich, wie dynamisch und zukunftsorientiert der Markt ist!

Herausforderungen und Chancen

Die EU-Kommission plant, Wechselrichter aus Risikostaaten von der Förderung auszuschließen. Das richtet sich vor allem gegen Produkte aus China. Ein Schritt, der sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich bringt. Denn die heimischen Hersteller können die Lücken, die dadurch entstehen, auffangen und den europäischen Markt weiterhin stärken. Die Preise für Solaranlagen steigen nur unwesentlich, was für die Verbraucher von Vorteil ist. Im gewerblichen Segment steigen die Kosten um 2%, während sie im Bereich Wohngebäude um rund 4% zulegen, wenn europäische Wechselrichter zum Einsatz kommen. Bei integrierter Elektronik, wie Mikrowechselrichtern oder Leistungsoptimierern, sehen wir eine Gesamtkostensteigerung von etwa 8% im Wohngebäudesegment.

Eine interessante Entwicklung ist auch der Zuwachs an Speicherkapazität in Deutschland: Im vergangenen Jahr betrug der jährliche Zubau an Speicherkapazität 6,8 GWh, was die kumulierte installierte Speicherkapazität auf 26,0 GWh bringt. Diese Zahlen stammen von BSW-Solar und basieren auf den Daten der Bundesnetzagentur. Man kann gespannt sein, wie sich die Speichertechnologien weiterentwickeln und welche neuen Möglichkeiten sich für die Endverbraucher eröffnen.

Schaut man über die Grenzen Europas hinaus, so finden sich ebenfalls Kapazitäten außerhalb Europas und außerhalb Chinas, die zusammen etwa 100 Gigawatt pro Jahr erreichen. Das macht deutlich, dass der Markt nicht nur lokal, sondern auch global betrachtet wird. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien und der Herausforderungen, die Klimawandel und Energiekrisen mit sich bringen, ist der Solarsektor auf einem spannenden Weg. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie die europäischen Hersteller in diesem dynamischen Umfeld agieren können.

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