Brandenburg an der Tafel: Die Zukunft der Steinstraße gestalten
In Brandenburg an der Havel hat die Veranstaltung „Brandenburg an der Tafel“ kürzlich für reges Interesse gesorgt. Die Steinstraße wurde zum Schauplatz für lebhafte Diskussionen, an denen zahlreiche Havelstädter, Architekten, Stadtplaner und Baukultur-Enthusiasten teilnahmen. Im Mittelpunkt stand ein großes Modell des Neustädtischen Marktes und der Steinstraße. Diese Aktion wurde vom BDA Landesverband Brandenburg sowie dem Förderverein Baukultur organisiert, um Ideen für die zukünftige Gestaltung zu sammeln.
Die Atmosphäre war fast schon elektrisierend. Teilnehmer konnten Vorschläge direkt am Modell anbringen, und es war spannend zu beobachten, wie die Mehrheit der Anwesenden den Wunsch nach mehr Grünflächen und Aufenthaltsqualität am Neustädtischen Markt äußerte. Statt neuer Gebäude schien der Wunsch nach gemütlichen Plätzen zum Verweilen viel größer. Ein Besucher brachte sogar den Vorschlag einer Tiefgarage ins Spiel, während die Bebauung des Platzes kaum zur Sprache kam. Auffallend ist, dass ähnliche Meinungen bereits vor zwei Jahren in einer Umfrage geäußert worden waren. Meetingpoint plant, diese Umfrage zur Meinung über den Neustädtischen Markt erneut zu starten.
Ein Blick in die Zukunft der Baukultur
Eine aufregende Perspektive bietet der bundesweite Aktionstag „Lange Tafeln der Baukultur 2026“, der von der Bundesstiftung Baukultur ins Leben gerufen wurde. Am Freitag, dem 19. Juni 2026, sind Baukulturinitiativen und engagierte Bürger eingeladen, eigene Lange Tafeln aufzustellen. In Brandenburg an der Havel wird der Landesverband Brandenburg des BDA gemeinsam mit dem Förderverein Baukultur eine solche Tafel organisieren. Der Fokus liegt darauf, Räume für Begegnung und Austausch zu schaffen und über wichtige Themen wie die Gestaltung von Straßen und Plätzen, Aufenthaltsqualität und Mobilität zu diskutieren.
Die Steinstraße wird dabei besonders im Mittelpunkt stehen. Die Idee ist, eine lebendige und attraktive Straße für verschiedene Nutzungsansprüche zu entwickeln. Am Treffpunkt, dem Büro Krekeler Architekten, erwarten die Organisatoren Impulsvorträge von namhaften Persönlichkeiten wie Bürgermeister Michael Müller und anderen Experten. An diesem Nachmittag wird die Zukunft des Neustädtischen Marktes, der aktuell als Parkplatz genutzt wird, zur Diskussion stehen.
Interessierte sind herzlich eingeladen, ihre Meinungen und Ideen einzubringen. Rückmeldungen zur Planung sind per E-Mail willkommen, und spontane Teilnahme ist ebenfalls möglich. Einladungen zur aktiven Mitgestaltung sind somit ausgesprochen – die Steinstraße könnte sich bald zu einem Ort der Begegnung und des Austauschs entwickeln, der weit über die Grenzen der Stadt hinausstrahlt!
