BYD unter Druck: Skandal um Szijjártó und Herausforderungen in Europa
Heute ist der 18.07.2026. Ein aufregender Tag für BYD, den chinesischen Elektroautohersteller, der sich international auf Expansionskurs befindet. Doch, wie das oft so ist, wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Der frühere ungarische Außenminister Péter Szijjártó, der erst vor kurzem zu BYD stieß, steht im Mittelpunkt einer ernsten Ermittlung. Am 16. Juli 2026 wurde ein Verfahren gegen ihn eingeleitet, da er verdächtigt wird, vertrauliche Informationen an den russischen Außenminister Lawrow weitergegeben zu haben. Das wirft Fragen auf, nicht nur über seine Integrität, sondern auch über die Zukunft der Projekte, an denen er bei BYD beteiligt ist.
Szijjártó, der mehr als zwölf Jahre lang Außenminister unter Viktor Orbán war, trat am 15. Juli 2026 als Group Executive bei BYD ein. Seine Entscheidung, sich aus dem Parlament zurückzuziehen, kam nach einem „äußerst ehrenvollen Angebot“ des Unternehmens. Er wird die Verantwortung für Außenbeziehungen und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder übernehmen. Sein Wechsel zu BYD wurde von ungarischen Medien, darunter Telex, bestätigt. Komisch, oder? Da hat man einen Mann, der in der ungarischen Politik fest verwurzelt ist, und plötzlich wechselt er in die Automobilindustrie! Szijjártó selbst bezeichnete BYD als eine der größten Erfolgsgeschichten der internationalen Automobilindustrie der letzten 20 Jahre.
Herausforderungen in Europa
Doch während Szijjártó mit großen Ambitionen zu BYD kam, sieht das Unternehmen in Europa große Herausforderungen. In Deutschland beispielsweise fordert der sächsische Wirtschaftsminister höhere Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge, um die heimische Automobilindustrie, insbesondere den VW-Standort Zwickau, zu schützen. Das könnte für BYD eine ziemliche Hürde darstellen. Auch die geplante Milliarden-Dollar-Investition in der Türkei für ein Werk in Manisa liegt seit Juni 2026 auf Eis, was den türkischen Industrieminister veranlasste, rechtliche Schritte anzudrohen, falls die Investition endgültig abgesagt wird.
In Ungarn hat Szijjártó maßgeblich dazu beigetragen, dass BYD dort ein Werk errichtet. Nach 224 Verhandlungsrunden wurde im Dezember 2023 der Bau des ersten europäischen Autowerks in Szeged angekündigt – eine der größten Investitionen in der ungarischen Wirtschaftsgeschichte, unterstützt durch staatliche Fördermittel. Dieses Werk könnte der Schlüssel zu BYDs europäischer Strategie sein, gerade in Zeiten, in denen die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen rasant steigt. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Brasilien bereits 99.029 Fahrzeuge ausgeliefert, und in Thailand hat die Produktion in Rayong die Marke von 130.000 überschritten.
BYD an der Börse
<pTrotz der Herausforderungen zeigt BYD beeindruckende Wachstumszahlen. Am 16. Juli 2026 produzierte das brasilianische Werk in Camaçari bereits das 100.000. Fahrzeug. Und die BYD-Aktie, die am Freitag bei 9,90 Euro schloss, hat im Monatsvergleich ein Plus von 9,39 Prozent verzeichnet – auch wenn sie im Vergleich zum 52-Wochen-Hoch vom 22. Juli 2025 um 33,11 Prozent gefallen ist. Da könnte man fast sagen, dass die Anleger den Mut nicht verloren haben, trotz aller Unsicherheiten.
In der Automobilindustrie insgesamt sieht man einen bemerkenswerten Wandel. Im Jahr 2024 wurden weltweit rund 17 Millionen neue Pkw mit elektrischem Antrieb zugelassen, was einen beeindruckenden Anstieg von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Das zeigt ganz klar: Die Transformation vom Verbrennungsmotor zum Elektromotor ist in vollem Gange, und die Entwicklung der Elektromobilität variiert stark zwischen den verschiedenen Märkten. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das alles auf die globalen Automobilhersteller auswirken wird.
