Am 22. April 2026 fand in Leipzig ein bedeutender Kongress statt, der sich mit der Zukunft des Schadenmanagements in der Versicherungswirtschaft beschäftigte. Mit 110 teilnehmenden Versicherungen, 80 Referenten und 99 Ausstellern war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Der Kongress bot eine Plattform für den Austausch von Ideen und Perspektiven, die sowohl die Branche als auch die Erwartungen der Endkunden berücksichtigen.

Ein Highlight der Veranstaltung war die Präsentation von Franz Gündel, der die Ergebnisse einer umfassenden Branchenerhebung vorstellte. Diese Erhebung stellte die Perspektiven von 108 Versicherern den Erwartungen von 514 Endkunden gegenüber und lieferte wertvolle Einblicke in die aktuelle Marktsituation. Die detaillierten Ergebnisse sind auf der Studienseite der Versicherungsforen Leipzig verfügbar.

Innovative Ansätze im Schadenmanagement

In seiner Keynote sprach Thomas Jacobi von der SIGNAL IDUNA Gruppe über zukünftige Rollen im Schadenmanagement. Er skizzierte ein neues Marktmodell, in dem Versicherer als Orchestratoren agieren. Sie fungieren als zentrale Schnittstelle zu den Kunden und lagern operative Aufgaben an spezialisierte IT-Unternehmen und Dienstleister aus. Diese IT-Firmen übernehmen die Rolle der Architekten, die über digitale Ökosysteme, Lösungen und Datenströme die Kontrolle behalten. Dienstleister hingegen werden als operative Experten angesehen, die den direkten Kontakt zu den Kunden pflegen und vor Ort tätig werden.

Jacobi wagte zudem eine Prognose für die Zukunft: Dienstleister werden transparenter arbeiten müssen und ihre Daten bereitwilliger teilen. Ein bedeutender Trend, den er hervorhob, ist die vollständige Abkehr von der Belegprüfung, was die Prozesse in der Schadenabwicklung erheblich verändern wird. Die Differenzierung im Wettbewerb wird künftig vor allem über den Service erfolgen, während der menschliche Kontakt zwar weiterhin wichtig bleibt, jedoch in seiner Länge reduziert wird.

Fazit und Ausblick

Die Ergebnisse und Prognosen, die auf dem Kongress präsentiert wurden, zeigen deutlich, dass sich das Schadenmanagement im Versicherungssektor in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Die Integration von Digitalisierung und Service wird entscheidend sein, um den Anforderungen sowohl der Versicherer als auch der Endkunden gerecht zu werden. Die Branche steht vor der Herausforderung, ihre Prozesse zu optimieren und gleichzeitig den persönlichen Kontakt nicht zu vernachlässigen, was eine Balance zwischen Technologie und Menschlichkeit erfordert.

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Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Entwicklungen im Schadenmanagement weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Versicherungswirtschaft haben werden. Die Teilnehmer des Kongresses in Leipzig haben einen wichtigen Schritt in Richtung einer innovativen und zukunftsorientierten Versicherungslandschaft gemacht.