XRP im Kreuzfeuer: Zwischen Hoffnung und Unsicherheit durch den CLARITY Act
Die Krypto-Welt, sie bleibt spannend! Gerade erst hat sich die Abstimmung über den CLARITY Act im US-Senat auf August verschoben, und das hat natürlich Auswirkungen auf die juristische Einordnung von XRP. Diese Verzögerung sorgt dafür, dass die Frage, ob XRP als digitaler Rohstoff eingestuft wird, weiterhin auf der Kippe steht. Das ursprüngliche Ziel, schnell Klarheit zu schaffen, ist damit futsch. Aktuell steht der Kurs von XRP bei 1,09 US-Dollar, was einem Verlust von rund 42 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Ein harter Schlag für die Trader, die sich auf eine baldige Abstimmung gefreut hatten – immerhin hatte ein früherer Ausschuss-Beschluss bereits für Auftrieb gesorgt.
Marktbeobachter zeigen sich jedoch optimistisch. Es gibt eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs bis zum Monatsende über die Marke von 1,20 US-Dollar schließt. Ein Rückgang unter einen Dollar gilt als sehr unwahrscheinlich. Das ist ja schon mal ein Lichtblick, während sich die Anleger in Geduld üben müssen, bis der Senat schließlich im August über den CLARITY Act abstimmt. Externe Marktimpulse werden entscheidend sein und die Richtung von XRP bis dahin maßgeblich bestimmen.
Der CLARITY Act und seine Bedeutung
Der Digital Asset Market Clarity Act (H.R. 3633), wie er offiziell heißt, steckt im US-Senat fest. Verabschiedet wurde er bereits am 17. Juli 2025 durch das Repräsentantenhaus mit einer klaren Mehrheit von 294 zu 134 Stimmen. Der Akt hat die Unterstützung des Weißen Hauses sowie der SEC und CFTC gefunden. Diese Einigung könnte ein entscheidender Schritt sein, um die regulatorische Unsicherheit im Kryptomarkt zu beseitigen, die US-Krypto-Unternehmen seit über einem Jahrzehnt belästigt.
Der CLARITY Act hat das Potenzial, die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC klar zu definieren. Er kategorisiert digitale Vermögenswerte in drei Gruppen: Digitale Rohstoffe wie Bitcoin und Ethereum, die unter CFTC-Aufsicht stehen; Investment-Contract-Assets, die unter bestimmten Bedingungen von der SEC zur CFTC wechseln können; sowie regulierte Zahlungs-Stablecoins, die im Rahmen des bestehenden GENIUS Act verbleiben. Doch wie das so ist in der Politik: Ein Streit um Zinserträge auf Stablecoins zwischen großen US-Banken und Kryptounternehmen blockiert das Gesetz. Ein wahrer Drahtseilakt!
Ripple und das Stablecoin-Projekt Open USD
Unterdessen gibt es auf der anderen Seite spannende Entwicklungen. Ripple beteiligt sich an der Open USD-Initiative, die von Finanzgiganten wie Visa und Mastercard unterstützt wird. Diese neue Stablecoin-Initiative könnte eine Parallele zur ursprünglichen XRP-Architektur darstellen. Interessanterweise hat die Initiative an einem einzigen Tag fast 5.000 neue Wallets generiert – das stärkste Wachstum seit drei Monaten! Es scheint, als ob das Interesse an Stablecoins und deren Nutzung nicht nachlässt.
Die Marktentwicklung wird weiterhin durch den Widerstand bei 1,20 US-Dollar und die Unterstützung bei einem Dollar geprägt. Ein Ausbruch über die Widerstandsmarke könnte den 50-Tage-Durchschnitt bei 1,21 US-Dollar ins Blickfeld rücken. Es bleibt also spannend, ob XRP diesen Schritt schafft oder nicht. Die Unsicherheit rund um den CLARITY Act wird auch weiterhin die Stimmung im Markt beeinflussen.
Die Prognosen über die Verabschiedung des CLARITY Act variieren stark. Laut Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit bei 72%, dass das Gesetz bis 2026 verabschiedet wird. Ripple-CEO Brad Garlinghouse schätzt die Wahrscheinlichkeit sogar auf 80 bis 90 Prozent. Ein kleiner Lichtblick inmitten der Unsicherheiten. Aber das Hauptrisiko bleibt: Der Streit um die Stablecoin-Zinsen könnte zu einem echten „Showdown“ führen, der letztendlich die Regulierungslandschaft nachhaltig beeinflusst.
