Im Jakobmayersaal in Dorfen fand kürzlich der Wirtschaftsempfang des IHK-Regionalausschusses Erding-Freising statt. Über 120 Gäste aus der Wirtschaft und Kommunalpolitik versammelten sich, um die neuesten Entwicklungen zu diskutieren. Veronika Kamm, die neue Vorsitzende des Ausschusses, hob die Bedeutung des Gremiums als Sprachrohr für fast 26.000 Unternehmen in der Flughafenregion hervor. Sie dankte ihrem Vorgänger Otto Heinz für sein Engagement und betonte, wie wichtig es sei, die wirtschaftlichen Stärken von Erding und Freising zu fördern.

Die beiden Landkreise gehören laut IHK zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands. Dies wurde auch von IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl bekräftigt, der die niedrigen Arbeitslosenquoten von 2,7 % in Erding und 3,3 % in Freising ins Spiel brachte. Diese Zahlen liegen unter dem bayerischen Durchschnitt, was zunächst positiv klingt. Doch Gößl warnte gleichzeitig, die positiven Entwicklungen nicht zu überschätzen. Der Fachkräftemangel, bedingt durch den Ruhestand der Babyboomer, wird sich weiter verschärfen, und das könnte die Unternehmen stark belasten.

Herausforderungen für die Wirtschaft

Was die Unternehmer am meisten beschäftigt, sind die steigenden Bürokratie- und Wirtschaftskosten. Diese liegen in Deutschland um 20 bis 30 % höher als bei den europäischen Wettbewerbern. Neben den hohen Energiekosten und der angespannteren Wirtschaftslage, die in einer historisch schwachen Wachstumsphase steckt, gibt es auch strukturelle Probleme, die nicht ignoriert werden können. Die IHK sieht den Bürokratieabbau als entscheidenden Hebel für das wirtschaftliche Wachstum. Das wäre wie ein Befreiungsschlag für viele Unternehmen!

Eine Umfrage des Personaldienstleisters Hays, die unter 700 Führungskräften durchgeführt wurde, zeigt, dass der Fachkräftemangel als größte Herausforderung wahrgenommen wird. Rund 56 % der Befragten nannten den Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden als das größte Problem. Auch die hohen Energiekosten und technologische Umbrüche durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz stehen ganz oben auf der Liste. Alexander Heise, Vorstand von Hays, bezeichnete den Fachkräftemangel als strukturelle Bremse für Innovation und Wachstum – das hat schon was zu denken gegeben.

Der Weg zur Lösung

In der Diskussion wurde ein zentraler Register gefordert, um den bürokratischen Aufwand zu reduzieren. Johannes Becher, Landtagsabgeordneter, sieht hier einen wichtigen Schritt, um das Vertrauen in das System wiederherzustellen. Christian Moser, Bundestagsabgeordneter, ergänzte, dass weniger Bürokratie auch mehr Eigenverantwortung bedeute. Und das ist doch ein ganz entscheidender Punkt, oder? Die Unternehmen werden aufgefordert, Eigenverantwortung zu übernehmen und sich nicht nur auf staatliche Unterstützung zu verlassen. Ein Appell, der durchaus Gehör finden sollte!

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Die Umfrage von Hays zeigt zudem, dass 54 % der Unternehmen gezielt in Weiterbildung und Qualifizierung investieren. Im öffentlichen Sektor sind es sogar 61 %. Flexible Arbeitsmodelle stehen ebenfalls hoch im Kurs: 36 % fördern Homeoffice oder eine Vier-Tage-Woche. Und hey, was könnte besser sein, als die Work-Life-Balance zu verbessern?

Fachkräftesicherung als Schlüssel

Der demografische Wandel, Digitalisierung und Klimawandel haben ebenfalls einen großen Einfluss auf die Fachkräfteverfügbarkeit. Das Fachkräftemonitoring des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wirft einen Blick in die Zukunft: Bis 2029 könnten bis zu 530.000 Fachkräfte fehlen! Um dem entgegenzuwirken, wird die Identifizierung ungenutzter Potenziale bei Frauen, Nicht-Deutschen und älteren Arbeitnehmern als entscheidend erachtet.

Ein Investitionsimpuls durch Änderungen im Grundgesetz ab Frühjahr 2025 könnte das Wirtschaftswachstum ankurbeln, aber die Frage bleibt: Können wir diese Chancen nutzen, oder verpassen wir sie durch den bestehenden Fachkräftemangel? Es bleibt spannend, wie sich die Situation entwickeln wird und welche Strategien tatsächlich zum Tragen kommen. Die Zeit wird es zeigen.