Thyssenkrupp am Scheideweg: Historische Entscheidungen und milliardenschwere Aufträge im Juni
Heute ist der 1.06.2026, und bei Thyssenkrupp dreht sich gerade alles um große Entscheidungen. Die Aufregung ist spürbar, denn der Aufsichtsrat wird im Juni über die Zukunft der Werkstoffhandelssparte Materials Services entscheiden. Ein gewaltiger Schritt, der die größte Abspaltung in der Geschichte des Unternehmens nach Umsatz bedeuten könnte. Materials Services hat im Geschäftsjahr 2024/25 stolze 11,4 Milliarden Euro erwirtschaftet und beschäftigt mehr als 15.000 Mitarbeiter. Das ist eine Menge Holz!
Doch nicht nur das. Im zweiten Quartal konnte die Sparte ihren bereinigten Gewinn auf 81 Millionen Euro steigern, während der Umsatz um fünf Prozent auf 3,19 Milliarden Euro kletterte. Eine Verselbstständigung könnte tatsächlich den Konglomeratsabschlag verringern und die Sichtbarkeit der einzelnen Geschäftsbereiche erhöhen. Thyssenkrupp hat bereits zwei Abspaltungen hinter sich: den Börsengang der Wasserstofftochter Nucera im Juli 2023 und das Spin-off von Thyssenkrupp Marine Systems, das für Oktober 2025 geplant ist.
U-Boot-Auftrag in Sicht
Ein zusätzliches Augenmerk liegt auf dem milliardenschweren U-Boot-Auftrag, den Kanada bis Ende Juni vergeben will. Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) kämpft in der Endrunde gegen ein südkoreanisches Konsortium. Das Canadian Patrol Submarine Project umfasst bis zu zwölf konventionell angetriebene U-Boote – ein Auftragsvolumen von über zehn Milliarden Euro. TKMS-Chef Oliver Burkhard ist optimistisch und erwartet eine Entscheidung im ersten Halbjahr. Sollte der Zuschlag an Thyssenkrupp gehen, würde das die Konzernbilanz erheblich stärken. Aktuell hält Thyssenkrupp 51 Prozent an TKMS, und der Auftragsbestand betrug per 31. März 2026 etwa 20,6 Milliarden Euro. Ein echter Jackpot!
Im zweiten Quartal 2025/2026 stieg das bereinigte EBIT auf 198 Millionen Euro, der Auftragseingang legte um satte 32 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro zu. Die Jahresziele wurden bekräftigt: Das bereinigte EBIT-Ziel könnte bis zu 900 Millionen Euro betragen, während der negative freie Cashflow vor M&A 600 Millionen Euro nicht überschreiten soll. Allerdings wurde die Umsatzprognose leicht auf eine Spanne zwischen minus drei Prozent und unverändert gesenkt. Die Thyssenkrupp-Aktie notiert derzeit bei 11,53 Euro, was einer bemerkenswerten Erholung von 61 Prozent seit dem 52-Wochen-Tief von 7,15 Euro am 30. März entspricht. Ein Aufwärtstrend, der Hoffnung macht!
Entscheidungspunkte im Juni
Der Juni bringt zahlreiche Entscheidungspunkte mit sich: die Aufsichtsratssitzung zur möglichen Abspaltung von Materials Services, eine mögliche außerordentliche Hauptversammlung und die Vergabe des U-Boot-Auftrags. Das bringt nicht nur Spannung in die Unternehmenszentrale, sondern auch in die Finanzmärkte. Anleger und Interessierte halten den Atem an, denn das Schicksal von Thyssenkrupp könnte sich in den kommenden Wochen erheblich verändern.
Die Herausforderungen sind groß, doch die Perspektiven sind vielversprechend. Thyssenkrupp navigiert durch ein turbulentes Wasser, mit hohen Wellen und dem Potenzial für grandiose Erfolge. Die kommenden Wochen könnten dabei entscheidend für die weitere Ausrichtung und das Wachstum des Unternehmens sein. Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln!
