Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist ernst, und Ministerpräsident Mario Voigt sieht in der Digitalisierung und der Schaffung besserer Rahmenbedingungen die Schlüssel zur Ankurbelung der Wirtschaft in Thüringen. In einem eindringlichen Aufruf fordert Voigt ein Handeln, das die Region 2035 zu einer der wachstumsstärksten in Deutschland machen soll. Dabei ist der starke Mittelstand und die enge Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung von zentraler Bedeutung.

Voigt hebt hervor, dass der Bonus, den Thüringen 35 Jahre nach der Wiedervereinigung genießen konnte, nicht mehr existiert. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, ist eine Reduzierung des Bürokratieaufwands um ein Drittel unabdingbar. Langsame Verfahren müssen der Vergangenheit angehören; der Staat soll sich vom Hemmnis zum Standortvorteil entwickeln. Insbesondere investiert Thüringen in öffentliche Infrastruktur, neue Anlagen und Automatisierung, während gleichzeitig die Notwendigkeit von Investitionen in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz betont wird.

Die KI-Strategie als Schlüssel zum Erfolg

Am 24. Februar 2026 hat die Landesregierung ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Digitalstrategie „Smart State“ vorgestellt, das die Entwicklung einer KI-Strategie für die Thüringer Verwaltung umfasst. Diese Strategie zielt darauf ab, Prozesse und Antragsverfahren deutlich zu beschleunigen. Besonders interessant ist die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Informationssicherheit (BSI), um die Cybersicherheit in Thüringen zu stärken.

Digitalminister Steffen Schütz betont, dass Datenschutz und Sicherheit beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz oberste Priorität haben müssen. Die KI-Strategie sieht zudem den Aufbau technischer Kompetenzen beim Verwaltungspersonal vor und fördert KI-Initiativen in der Wirtschaft. Ein Test eines KI-Chats in der Verwaltung hat bereits gezeigt, dass bis zu 80 Prozent der Arbeitszeit eingespart werden können – ein echter Gewinn für die Effizienz!

Fachkräftemangel und Bildung als Herausforderung

Voigt warnt zudem vor einem drohenden Fachkräftemangel: Bis 2035 könnten in Thüringen rund 136.000 Erwerbstätige fehlen. Um dem entgegenzuwirken, sind Investitionen in Fachkräfte und Bildung unerlässlich. Diese Herausforderungen stehen direkt im Zusammenhang mit den Zielen der KI-Strategie, die auch den Aufbau von Fachwissen in der Verwaltung und der Industrie vorsieht.

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Die Maßnahmen basieren auf den Empfehlungen des Thüringer Digitalbeirats, einem unabhängigen Expertengremium, das den strategischen Fahrplan für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Landesverwaltung festlegt. Bis Ende 2026 soll zudem die ThüringenApp für digitale Verwaltungsleistungen auf Mobilgeräten verfügbar sein – ein weiterer Schritt in die digitale Zukunft.

Die Herausforderungen sind groß, aber die Perspektiven für Thüringen könnten vielversprechend sein. Mit den richtigen Investitionen in Digitalisierung, Forschung und Bildung könnte die Region tatsächlich zu einem wettbewerbsfähigen Industriestandort aufsteigen, der nicht nur den eigenen Bürgern, sondern auch der gesamten deutschen Wirtschaft zugutekommt. Es bleibt spannend, wie sich die Entwicklungen in den kommenden Jahren gestalten werden.