Der ETFS Physical Silver ETC hat in den letzten Tagen für einige Aufregung gesorgt. Am 15. Mai erlebte der Kurs einen dramatischen Rückgang. Von 110,41 auf 100,13 A-Dollar – das entspricht einem Minus von 9,31 Prozent an nur einem Tag. Wer hätte das gedacht? Zuvor hatte der ETC in den zwei Wochen davor um 6,24 Prozent zugelegt. Eine echte Achterbahnfahrt, die nicht nur die Anleger verwirrt, sondern auch die Marktstimmung durcheinandergebracht hat.

Aktuell notiert der ETC am 18. Mai bei 96,79 A-Dollar, was einen weiteren Rückgang bedeutet. Diese hohe Volatilität ist typisch für den Silberhandel. Der Fonds, der direkt in physisches Silber investiert und den LBMA Silver Price in australischen Dollar abbildet, hat sich seit seiner Aktivierung im Jahr 2009 durch verschiedene Marktphasen behauptet. Er gilt als der einzige reine Silber-ETF für ASX-Anleger. Das verwaltete Vermögen beläuft sich auf rund 1,82 Milliarden A-Dollar, und für die Verwaltung wird eine jährliche Gebühr von 0,49 Prozent erhoben. Am 26. Mai steht zudem die Hauptversammlung an – ein weiteres Ereignis, das die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich zieht.

Ein Blick auf die Marktbedingungen

Was treibt die Silberpreise an? Nun, ganz einfach: Marktstimmungen und die industrielle Nachfrage spielen eine entscheidende Rolle. Besonders in Zeiten der Energiewende ist der Einsatz von Silber in Solarzellen, Elektroautos und Elektronik nicht zu unterschätzen. Das führt zu einer dynamischen Entwicklung, die gelegentlich auch in plötzlichen Kursbewegungen mündet. Laut Morningstar wurde der ETC erst am 11. Mai als „Top rated quality ETF“ eingestuft – das spricht für die Attraktivität des Investments, trotz der jüngsten Turbulenzen.

Doch nicht nur der ETC bewegt sich in einem spannenden Markt. Die Prognosen für die kommenden Jahre zeigen, dass 2025 ein Wendepunkt für den Silbermarkt sein könnte. Durch ein strukturelles Defizit und schwindende Lagerbestände in Handelszentren wie London wird mit steigenden Preisen gerechnet. Der Silberpreis begann unter 29 US-Dollar und könnte bis Dezember 84 US-Dollar erreichen. Die Gold-Silber-Ratio fiel von über 107:1 im April auf unter 55:1 im Dezember – das ist der niedrigste Stand seit über einem Jahrzehnt! Ein echter Umbruch.

Nachfrage und Produktion

Die physische Nachfrage nach Silber hat in den letzten Jahren Schwankungen unterlegen. Während sie im Jahr 2025 um 2 % auf 1.130,6 Millionen Unzen sank – der niedrigste Wert seit 2021 – erlebten wir im zweiten Halbjahr eine Outperformance, unterstützt durch robuste Preise bei Industriemetallen. Die Produktion stieg um 3 % auf 846,6 Millionen Unzen, auch wenn Mexiko die nordamerikanische Produktion belastete. Recycling erreichte mit 197,6 Millionen Unzen den höchsten Stand seit 13 Jahren, trotz Engpässen in Raffinerien.

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Die Nachfrage nach Silbermünzen und -barren stieg um 14 %, was zeigt, dass das Interesse an physischen Investitionen ungebrochen ist. Besonders bemerkenswert ist der massive Anstieg der Investitionen in Australien um 70 % und der Zuwachs in Europa um 27 % auf 28,5 Millionen Unzen. In Indien stieg die physische Nachfrage um 33 % auf 79,2 Millionen Unzen. Komisch, oder? Während einige Märkte zurückhaltend sind, blühen andere auf.

Wenn man all diese Faktoren zusammen betrachtet, wird klar, dass wir uns in einer Phase von Unsicherheiten, aber auch von Chancen befinden. Ob kurzfristige Trends oder langfristige Entwicklungen – Anleger müssen genau hinsehen, bevor sie ihre Entscheidungen treffen. Die nächste Zeit könnte entscheidend sein, insbesondere mit der Hauptversammlung am 26. Mai und den kommenden Marktanalysen, die Hinweise geben werden, ob ein Einstieg oder Verkauf sinnvoll ist.