Heute ist der 24.05.2026. Wenn man sich die SAP-Aktie anschaut, könnte man meinen, das Unternehmen hat ein Auf und Ab erlebt, das fast schon dem Auf und Ab der Achterbahn gleicht. Am Freitag schloss die Aktie bei 152,10 Euro. Ein Blick auf die letzten sieben Tage zeigt, dass der Kurs um 4,48 Prozent gestiegen ist – das klingt doch vielversprechend! Zumal der tiefste Punkt seit Mitte Mai bei 137,62 Euro lag, von dem sich die Aktie um bemerkenswerte 10,52 Prozent erholen konnte. Allerdings blitzen auch technische Signale auf: Der RSI liegt bei 86,9 und signalisiert damit Überkauf. Das könnte einige Anleger aufhorchen lassen.

Und was ist mit der Volatilität? Sie beträgt satte 39,57 Prozent. Das ist nicht gerade ein ruhiger Hafen für Investoren. Zudem befindet sich die Aktie über dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 149,54 Euro und hat einen Abstand zur 200-Tage-Linie von 21,35 Prozent. Um das Ganze abzurunden, gab es kürzlich Impulse für den Kursanstieg durch die Kundenkonferenz Sapphire und die Pläne zur Integration von Künstlicher Intelligenz. Analysten zeigen sich optimistisch, insbesondere in Bezug auf Cloud-Produkte und KI-Integration. Die Kursziele der Analysten schwanken zwischen 200 Euro (Deutsche Bank Research) und 230 Euro (Jefferies), wobei der Konsens bei rund 221 Euro liegt.

Ein Blick auf die Hintergründe

Schaut man sich die Entwicklung der letzten Zeit an, wird deutlich, dass SAP einen signifikanten Kurssturz erlitt – von über 280 Euro auf 140 Euro. Zuvor wurde die Aktie für ihre erfolgreiche Umstellung auf die Cloud und den gestiegenen Cashflow gefeiert. Jetzt jedoch wird SAP von vielen als KI-Verlierer wahrgenommen. Das ist eine umstrittene Sichtweise, zumal das Unternehmen über entscheidende Unternehmensdaten verfügt, die für KI-Anwendungen unerlässlich sind. Hohe Wechselkosten und lange Migrationszeiten machen es für Kunden zudem schwierig, zu KI-Konkurrenten zu wechseln. Strenge Compliance-Anforderungen in Deutschland und Europa tun ihr Übriges, um neue Anbieter von SAP fernzuhalten.

Was die Zukunft bringt, bleibt abzuwarten. SAP integriert Künstliche Intelligenz in seine Produkte, beispielsweise mit Joule, dem eigenen KI-Copiloten. Neue KI-Features könnten als Premium-Module verkauft werden, was interessante Upselling-Chancen eröffnet. Die Quartalszahlen zeigten einen Umsatzanstieg von 6 % auf 9,56 Milliarden Euro. Und ohne negative Währungseffekte wäre das Plus sogar bei 12 % gelegen! Die operative Marge kletterte von 27,2 % auf 30,0 % und das Betriebsergebnis stieg um 17 % auf 2,87 Milliarden Euro. Wahnsinn! Auch das Nachsteuerergebnis zeigte sich stark: Es kletterte um 19 % auf 2,00 Milliarden Euro, der Gewinn je Aktie stieg um 20 % auf 1,72 Euro.

Was kommt als Nächstes?

Der Auftragsbestand im Cloud-Geschäft ist um 25 % auf 21,9 Milliarden Euro gestiegen. Die Prognosen für die Cloud- und Softwareerlöse deuten auf ein Wachstum von 12-13 % auf 36,3-36,8 Milliarden Euro hin. Im Cloudgeschäft wird ein währungsbereinigtes Wachstum von 23-25 % und ein Umsatz von 25,8-26,2 Milliarden Euro erwartet. Das Betriebsergebnis soll um 14-18 % auf 11,9-12,3 Milliarden Euro steigen, während der freie Cashflow um 21 % auf 10 Milliarden Euro zulegen könnte. Das sind alles Zahlen, die aufhorchen lassen! Aktuell liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 21,3 – historisch gesehen war es meist über 30. Man fragt sich, wo die Reise hingeht, zumal der Chart zeigt, dass eine nachhaltige Rückkehr über 149 Euro eine Erholung in Richtung 160-165 Euro signalisieren könnte. Ein Fall unter 137 Euro könnte hingegen negative Auswirkungen auf die Aktie haben.

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Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Am 3. Juni wird Vorstandschef Christian Klein über die KI-Roadmap und die Finanzplanung sprechen. Es bleibt abzuwarten, ob dies die Anleger beruhigen oder verunsichern wird. Kommt der Aufschwung oder bleibt alles beim Alten? Die Zeichen stehen auf spannend!