Die Rocket Lab Aktie hat in letzter Zeit einen ordentlichen Dämpfer eingefangen. Trotz einer beeindruckenden Erfolgsbilanz und neuer Aufträge von NASA ist der Kurs in den Keller gerauscht – und zwar um fast 44 Prozent im vergangenen Monat. Das ist schon ein Stück Holz, wenn man bedenkt, dass die Aktie zuletzt bei 84,54 US-Dollar schloss, was 20 Prozent unter der 50-Tage-Linie liegt. Der RSI-Indikator zeigt mit einem Wert von 37 eine besorgniserregende schwache Dynamik an. Wenn die 200-Tage-Linie bei 76,30 US-Dollar nicht gehalten wird, könnten wir möglicherweise weitere Abverkäufe erleben.

Was hat denn dazu geführt? Nun, Rocket Lab feierte kürzlich einen weiteren Erfolg: Die Electron-Rakete brachte den zehnten Satelliten für den japanischen Erdbeobachtungsanbieter Synspective in die Erdumlaufbahn. Dieser Start markierte den 91. Missionserfolg für Rocket Lab und war der zwölfte Start des Unternehmens im Jahr 2023. Es ist schon bemerkenswert, dass Synspective eine makellose Erfolgsquote hat und für den nächsten Start bereits 17 zusätzliche Missionen gebucht hat. Aber wie gesagt, der Aktienkurs spricht eine andere Sprache.

NASA und neue Verträge

Am 25. Juni gab Rocket Lab bekannt, dass sie drei neue Electron-Starts für NASA an Land ziehen konnten. Diese neuen Aufträge umfassen zwei Missionen des PolSIR-Programms zur Untersuchung von Eiswolken und einen dritten Start, der den TSIS-2-Sensor transportiert, der die Helligkeit und Energieverteilung der Sonne misst. Alle drei Starts sind für Anfang 2027 geplant. Die Ankündigung dieser neuen Aufträge führte zwar kurzfristig zu einer positiven Kursreaktion im nachbörslichen Handel, doch das konnte den allgemeinen Abwärtstrend nicht aufhalten.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass Rocket Lab mit einem Auftragsbestand von 2,2 Milliarden Dollar gut aufgestellt ist und sogar bis 2029 ausreichend Aufträge in der Pipeline hat. Dennoch, die letzten Wochen waren alles andere als erfreulich. Der Kurs fiel in der letzten Woche um etwa 22 Prozent und schloss am Freitag bei 72,70 Euro, was 46 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 133,80 Euro vom 27. Mai liegt. In einem Jahr hat sich die Aktie immerhin um rund 136 Prozent verbessert, aber das hilft wenig, wenn man gerade die steile Talfahrt erlebt.

Markt und Zukunftsausblick

Die technologische Entwicklung in der Raumfahrt hat in den letzten Jahren enorm zugenommen – und das ist nicht zu leugnen. Rocket Lab wurde kürzlich im Nasdaq-100 gelistet, was sicherlich zu Käufen durch Indexfonds führt. Aber die Frage bleibt: Kann das Unternehmen die aktuelle Krise überwinden? Der mittelfristige Ausblick hängt stark von der Neutron-Rakete ab, die für den Erstflug im vierten Quartal 2026 vorbereitet wird und schwerere Nutzlasten tragen soll. Hier könnte das Unternehmen neue Märkte erschließen und die Nachfrage ankurbeln.

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Es bleibt spannend, wie sich die Situation entwickeln wird. Bei all den Erfolgen in der Raumfahrttechnologie, von kommerziellen Raumflügen bis hin zu militärischen Anwendungen und Satellitentechnologie, wird Rocket Lab sicher nicht die einzige Firma sein, die in den nächsten Jahren beobachtet werden sollte. Aber die Herausforderungen sind klar: Die Branche ist zwar ein Wachstumsmarkt, doch ohne eine Stabilisierung des Aktienkurses wird es schwierig, Investoren zu überzeugen. Und wie wir wissen, Kapital auf den Finanzmärkten ist immer mit Risiken verbunden. Wer hier investiert, sollte das im Hinterkopf behalten und sich gut informieren – vielleicht auch mal einen Experten zu Rate ziehen.