Am heutigen Tag, dem 13.06.2026, ist die Stimmung rund um die Partners Group ein wenig angespannt. Der Schweizer Asset Manager hat sich entschieden, Gerüchte über ein mögliches Einfrieren seiner Evergreen-Fonds entschieden zurückzuweisen. In einer Zeit, in der Liquiditätsfragen in der Private-Equity-Branche vorherrschen, spricht das Management von ausreichender Liquidität in den Portfolios. Das ist schon mal eine gute Nachricht. Trotzdem bleibt der Markt gespalten, und die Partners Group-Aktie hat seit Jahresbeginn fast 30 Prozent an Wert verloren.

Im Juni 2023 wurden die Auszahlungen aus dem Global Value SICAV Fonds, der ein Volumen von 8,6 Milliarden US-Dollar aufweist, begrenzt. Nur maximal fünf Prozent des Nettoinventarwerts dürfen pro Quartal abfließen – eine Reaktion auf die gestiegenen Rücknahmeanträge, die zuvor auf geschätzte 9,8 Prozent angestiegen waren. Damit möchte die Partners Group das Anlagekapital ihrer langfristigen Investoren schützen. Es ist also eine Art Balanceakt, der nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Investoren betrifft. Die Gerüchte über eine vollständige Sperrung der Fonds wurden laut Unternehmensangaben jedoch zurückgewiesen – es fließt weiterhin neues Kapital in die Fonds. Evergreen-Strukturen sind für Privatanleger im Private-Equity-Markt nach wie vor von großer Bedeutung.

Ein Blick auf die Aktienkurse

Am Freitag erlebte die Partners Group-Aktie einen kleinen Aufschwung und stieg um 1,43 Prozent auf 767,00 Euro. Dennoch liegt der Kurs mehr als 25 Prozent unter der 200-Tage-Linie, was den Abwärtstrend untermauert. Der Relative-Stärke-Index zeigt einen stark überverkauften Zustand an, und die Unterstützung am 52-Wochen-Tief von 733,00 Euro könnte möglicherweise eine charttechnische Gegenreaktion auslösen. Doch sollte der Kurs unter diese Marke fallen, drohen weitere Abverkäufe. Das ist eine Situation, die jeden Anleger nervös macht.

Und dann gibt es da noch die zusätzliche Information, dass im ersten Closing 650 Millionen Dollar für die Partners Group eingesammelt wurden. Das ist zwar ein Lichtblick, doch die Herausforderungen, mit denen die Private-Equity-Branche konfrontiert ist, sind nicht zu unterschätzen. Liquidität bleibt ein großes Thema.

Private Markets im Fokus

In der Schweiz sind mittlerweile 360 Milliarden Franken in Private Markets investiert, davon 260 Milliarden in Private Equity. Schweizer Asset Manager spielen hier eine Schlüsselrolle und stehen im Zentrum eines wachsenden Privatmarkt-Segments. Laut einer Studie von AMAS, SECA und BCG hat sich das verwaltete Vermögen in Private Equity weltweit in den letzten 20 Jahren um das 15-fache erhöht. Im Vergleich dazu wuchsen die öffentlichen Aktienmärkte nur um das Dreifache. Das zeigt, wie wichtig Private Markets als Kapitalquelle für Unternehmen und Investoren geworden sind.

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Doch nicht alles läuft rund. Es gibt Herausforderungen, die das volle Potenzial der Anleger in der Schweiz hemmen. Dazu zählen begrenztes Wachstumskapital für Unternehmen, regulatorische Einschränkungen und kulturelle Faktoren. Eine Studie identifiziert fünf Handlungsfelder, um das Potenzial von Private Markets in der Schweiz besser zu nutzen. Das umfasst unter anderem die Schaffung eines wettbewerbsfähigen Umfelds für Unternehmensgründungen und die Stärkung institutioneller Engagements. Es bleibt also spannend, wie sich die Situation entwickeln wird.