Die neuesten Entwicklungen bei Oracle sorgen für Aufsehen, und das nicht ohne Grund. Gerade hat das US-Verteidigungsministerium (Department of the Air Force, DAF) einen beeindruckenden Auftrag über 88 Millionen US-Dollar an Oracle vergeben. Dieser Auftrag betrifft die Bereitstellung von Oracle Cloud Infrastructure (OCI) Diensten für das Cloud One Programm der Luftwaffe. Das ist nicht nur ein finanzieller Segen, sondern auch ein Zeichen des Vertrauens in die Fähigkeiten von Oracle, insbesondere wenn es um hochsensible Daten und komplexe Anforderungen geht.

Der Cloud-One-Vertrag, der bis 2028 läuft, zielt darauf ab, spezielle Rechenzentren für „Top Secret“- und „Special Access Program“-Workloads zu schaffen. In einer Zeit, in der die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in Behördennetze immer wichtiger wird, spielt Oracle eine Schlüsselrolle. Der Einsatz von Nvidias Vera-CPUs im Hyperscale-Maßstab ist ein weiterer Schritt, der die technologische Führungsposition von Oracle unterstreicht. Ab 2026 sollen Hunderttausende dieser Prozessoren komplexe „agentische“ KI-Workloads bewältigen. Das klingt fast futuristisch, oder?

Analysten heben die Kursziele an

Die Analysten reagieren positiv auf diese Entwicklungen. Wedbush hat das Kursziel für die Oracle-Aktie von 225 auf 275 Dollar angehoben und bleibt dabei bei der Bewertung „Outperform“. Oppenheimer zieht nach und erhöht das Ziel auf 235 Dollar. Der Konsens unter den Analysten steht bei „Buy“, und das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 248,82 Dollar. Das gibt den Investoren einen Grund zur Freude, denn der aktuelle Aktienkurs liegt bei 165,82 Euro und zeigt auf Wochensicht ein Plus von 1,57 Prozent.

Interessant ist auch der hohe Auftragsbestand (RPO) von Oracle. Trotz der Schulden, die durch aggressive KI-Investitionen entstanden sind, sorgt der starke Rückhalt durch Staatsaufträge für eine transparente Erlösplanung für die kommenden Jahre. Das ist ein beruhigendes Signal für die Investoren, die sich immer mehr für die Zukunft des Unternehmens interessieren.

Staatsaufträge und die Rolle der KI

Die Tatsache, dass die Arbeiten an diesem Auftrag an von den Auftragnehmern festgelegten Standorten in den USA durchgeführt werden sollen, unterstreicht die nationale Sicherheitslage. Oracle bleibt ein wichtiger Partner in den Cloud-Modernisierungsbemühungen des Verteidigungsministeriums (Department of War, DoW). Das Cloud One Programm ermöglicht es den DoW-Kunden, die Sicherheit, Leistung und Resilienz von OCI über mehrere Klassifizierungsstufen hinweg zu nutzen. Missionseigentümer können dabei auf DoW-Sicherheitsdienste wie die Secure Cloud Computing Architecture zurückgreifen.

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Ein weiteres Highlight ist die Oracle AI Database 26ai, die auf OCI verwendet werden kann, um organisationsspezifische Informationen sicher zu kombinieren und agentische KI-Workflows auszuführen. Die dedizierte, sichere und akkreditierte Rechenzentrumsunterstützung für das DoW ist ein klarer Vorteil in einem zunehmend komplexen technologischen Umfeld.

Ein Blick in die Zukunft

Im Juli 2026 wird Oracle eine quartalsweise Dividende von 0,40 Dollar je Aktie zahlen, was die Aussicht auf regelmäßige Erträge für die Aktionäre weiter unterstreicht. Mit einem RSI von 49,4 befindet sich die Aktie in einer neutralen Marktlage, was bei vielen Investoren ein Gefühl von Stabilität auslöst. Die kommende Zeit könnte also durchaus spannend werden, insbesondere wenn man die Entwicklungen im Bereich der KI und Cloud-Technologien betrachtet.

Für alle, die sich für die neuesten Trends und Entwicklungen im Bereich Technologie und Sicherheit interessieren, lohnt es sich, einen Blick auf die aktuellen Aufträge und Strategien des US-Verteidigungsministeriums zu werfen. Mehr dazu in einem Artikel auf Spiegel Online.