Heute ist der 8.06.2026, und wir schauen uns mal den aktuellen Zustand von Nel ASA an. Die Stimmung am Markt ist derzeit alles andere als rosig. Die Aktie ist auf unter 0,27 Euro gefallen, und das macht die Investoren nicht gerade glücklich. Am Montag gab es einen Rückgang um 1,8 %, was die Marktkapitalisierung auf rund 502 Millionen Euro drückt. Wenn das Unternehmen unter die 500-Millionen-Euro-Marke rutscht, könnte das die Wahrnehmung bei professionellen Anlegern negativ beeinflussen. Um es mit einem österreichischen Sprichwort zu sagen: „Das ist nicht der Himmel auf Erden.“

Die Lage ist durchaus besorgniserregend. Nel ASA hat zwar einen langen Rechtsstreit mit der Iwatani Corporation of America beigelegt – eine Einigung, die 7,5 Millionen Dollar kostet – doch die wirtschaftliche Entwicklung bleibt hinter den Erwartungen zurück. Die aktuellen Zahlen sprechen für sich: Ein Verlust von fast 40 Millionen Euro wird für dieses Jahr prognostiziert, und der Umsatz soll enttäuschende 73 Millionen Euro erreichen. Die Auftragseingänge? Unzureichend! Da hilft auch kein Schulterklopfen mehr.

Marktentwicklung und Herausforderungen

Dann gibt es noch die traurige Nachricht aus dem dritten Quartal 2025: Ein Umsatzrückgang von 17 % im Vergleich zum Vorjahr. Das sind 303 Millionen Norwegische Kronen, und der Auftragseingang? Nur 57 Millionen Kronen. Das ist kein Grund zur Freude, das kann ich euch sagen. Der Auftragsbestand sinkt nun schon im sechsten Quartal in Folge und steht bei mageren 984 Millionen Kronen. Ein Negativ-EBITDA von 37 Millionen Kronen ist zwar eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr (minus 90 Millionen Kronen), aber das ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Die Personalkosten haben sich seit Jahresbeginn um fast 60 Millionen Kronen verringert, was ein kleiner Lichtblick ist. Trotzdem bleibt die Frage: Wie geht’s weiter? Der europäische Wasserstoffmarkt steckt in einer Entwicklungskrise. Große Projekte werden verschoben oder gar gestrichen – und das drückt auf die Stimmung in der Branche. Hohe Produktionskosten und logistische Probleme machen das Ganze nicht einfacher.

Die Zukunft im Blick

Ein Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: Nel ASA verweist auf zwei neue FEED-Studien für Projekte über 100 MW in Nord- und Südeuropa. Das könnte potenziell Großaufträge bringen – das wäre doch was! Und eine Entscheidung über eine neue Produktionslinie für die nächste Generation der Druck-Elektrolyseure steht auch noch an. Geplant ist die kommerzielle Markteinführung der neuen Technologie für 2026, mit größeren Lieferungen, die 2027 folgen sollen. Wenn das alles klappen würde, könnte das die Wende bringen.

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Aktuell hat Nel ASA eine Liquidität von 1,76 Milliarden Kronen, also genug Luft zum Atmen – zumindest vorerst. Die nächste große Bewährungsprobe warten schon im Februar 2026 mit den Q4-Zahlen. Dann heißt es wieder Daumen drücken!