Heute ist der 25.06.2026 und in der Welt des Handwerks gibt es viel zu bedenken. Die Corona-Pandemie hat uns schmerzlich gezeigt, wie verletzlich unsere Wirtschaftsstrukturen sind. Handwerksbetriebe spielen eine entscheidende Rolle in der Versorgung der Bevölkerung. Die Herausforderungen sind nicht nur theoretischer Natur; sie sind greifbar und oft direkt vor unserer Haustür. Constantin Terton, der Kopf des Bereichs Wirtschaftspolitik beim ZDH, macht deutlich: Krisenbewältigung ist für Handwerker nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Notwendigkeit! Es gilt, handlungsfähig zu bleiben, unabhängig von den unsicheren geopolitischen Lagen, die wir gerade erleben – sei es der Krieg in der Ukraine oder die Konflikte im Iran.

Wir leben in einer Zeit, in der Stromausfälle und Lieferengpässe keine Seltenheit mehr sind. Wetterereignisse wie extreme Hitze oder plötzliche Überschwemmungen können einen Betrieb quasi über Nacht lahmlegen. Daher ist es unerlässlich, dass Handwerksbetriebe sich auf solche Krisensituationen vorbereiten. Die Frage, die sich jeder Unternehmer stellen sollte, ist: Welche Notfälle sind zu erwarten? Wo könnte die kritische Infrastruktur, die wir täglich nutzen, ins Wanken geraten? Wasser- und Energieversorgung, Internetverbindung – all das könnte plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen.

Notfalllösungen entwickeln

Die Bedeutung der Wertschöpfungskette kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ein Ausfall in einem Sektor kann verheerende Folgen für andere Bereiche haben. Wer hätte gedacht, dass ein kleiner Textilreiniger für die Krankenhauswäsche so entscheidend sein kann? Oder dass Bäckereien unerlässlich für die Lebensmittelversorgung sind? Das Gesundheitshandwerk, ob es nun um Brillen, Prothesen oder Zahnersatz geht, ist ebenfalls nicht wegzudenken. Handwerksbetriebe müssen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden und Notfalllösungen für ihre kritischen Bereiche entwickeln.

Hier kommt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ins Spiel. Es arbeitet kontinuierlich daran, die Grundlagen des Krisenmanagements weiterzuentwickeln. Man könnte fast sagen, sie sind die wahren Architekten des Krisenmanagements in Deutschland! Durch die Auswertung realer Schadensereignisse und Übungen erarbeiten sie Konzepte, die nicht nur für Behörden, sondern auch für die Wirtschaft von Bedeutung sind. Die Initiierung von Forschungsprojekten ist Teil ihres Alltags, und die ständige Anpassung der Verfahren ist ein Muss. So wird sichergestellt, dass alle Akteure – von staatlichen bis zu privaten – im Krisenfall gut vernetzt sind.

Vernetzung ist alles

Ein Schlüssel zum erfolgreichen Krisenmanagement ist das Netzwerk zwischen den verschiedenen Beteiligten. Das BBK fungiert als Moderator und fördert den Austausch zwischen Bund, Ländern, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Übungsserie LÜKEX eröffnet zudem eine Plattform zur Vernetzung und ist eine wertvolle Erkenntnisquelle. Auf diese Weise wird der behördenübergreifende Austausch von Informationen in Krisen verbessert. Es ist wie ein großes Puzzle: Jeder trägt ein Stück bei, und nur zusammen ergibt es ein vollständiges Bild. Und das ist in Krisenzeiten mehr wert als Gold.

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Zusammengefasst bietet die aktuelle Lage im Handwerk viele Herausforderungen, aber sie birgt auch Chancen. Die Betriebe sind gefordert, nicht nur die gegenwärtigen Probleme anzugehen, sondern auch proaktiv zu denken. Denn eines ist klar: Nur wer sich auf die Zukunft vorbereitet, kann auch in schwierigen Zeiten bestehen. Ob das in Form von Notfallplänen oder durch die Förderung von Netzwerken geschieht – es gibt viel zu tun! Und die Zeit drängt, denn Krisen kommen oft schneller als man denkt.