Die aktuellen Zahlen zum Krankenstand in Deutschland lassen aufhorchen. Trotz einer heftigen Kältewelle zu Beginn des Jahres 2026 ist der Krankenstand der bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Beschäftigten leicht zurückgegangen. So liegt die durchschnittliche Krankschreibung pro Erwerbsperson von Januar bis März 2026 bei 5,00 Tagen. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 waren es noch 5,35 Tage und 5,16 Tage im Jahr 2024. Dies ist ein erfreulicher Trend, den die TK im Rahmen ihrer umfassenden Analyse zu den Fehlzeiten veröffentlicht hat.

Hauptursache für Krankmeldungen bleiben vor allem Erkältungsdiagnosen wie Grippe, Schnupfen und Corona. Im Jahr 2026 beträgt die durchschnittliche Krankschreibung aufgrund dieser Erkrankungen 1,32 Tage, was im Vergleich zu 1,79 Tagen im Jahr 2025 und 1,51 Tagen im Jahr 2024 ebenfalls eine deutliche Verbesserung darstellt. Zudem gibt es einen bemerkenswerten Anstieg bei psychischen Diagnosen, die im Jahr 2026 durchschnittlich 0,99 Fehltage pro Erwerbsperson verursachen. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zu 0,92 Fehltagen in den beiden Vorjahren.

Ein Blick auf die psychische Gesundheit

Die TK-Chef Dr. Jens Baas hat in der Debatte um die telefonische Krankschreibung auf die Bedeutung langfristiger gesundheitlicher Probleme hingewiesen. Die Zahlen zur psychischen Gesundheit sind alarmierend: Im Jahr 2025 waren es bereits durchschnittlich 3,81 Krankheitstage aufgrund psychischer Diagnosen wie Depressionen und Angststörungen, was einen Anstieg im Vergleich zu 3,75 Tagen im Jahr 2024 und 3,59 Tagen im Jahr 2023 darstellt. Dies spiegelt die Herausforderungen wider, die viele Erwerbstätige in der heutigen Zeit, insbesondere durch die Folgen der Corona-Pandemie, erleben müssen.

Die TK unterstützt Arbeitgeber aktiv beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern und Erkrankungen vorzubeugen. Gerade in Zeiten, in denen die psychische Gesundheit vermehrt in den Fokus rückt, ist dies von unschätzbarem Wert.

Veränderungen im Krankheitsbild

Interessanterweise zeigt sich auch bei Muskel-Skelett-Erkrankungen ein leichter Rückgang der Fehlzeiten. Im Jahr 2026 sind es 0,65 Fehltage aufgrund von Rückenschmerzen, was im Vergleich zu 0,63 Tagen im Jahr 2025 und 0,67 Tagen im Jahr 2024 stabil bleibt. Diese Daten zeigen, dass die Präventionsmaßnahmen in vielen Betrieben Früchte tragen, auch wenn noch viel zu tun bleibt.

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Die TK hat über 12 Millionen Versicherte, davon 6,2 Millionen Erwerbstätige. Die Erhebung dieser Daten basiert auf einer Vielzahl von Faktoren, die das Gesundheitsbild der Beschäftigten prägen. In diesem Zusammenhang weist die Forschungsstudie „Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg“, durchgeführt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), darauf hin, wie wichtig die gesundheitliche Verfassung der Arbeitnehmer für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen ist. Der Fokus auf die Gesundheit der Beschäftigten, insbesondere die psychische Gesundheit, hat sich durch die Corona-Pandemie noch verstärkt.

Insgesamt zeichnen die aktuellen Zahlen ein differenziertes Bild des Gesundheitszustands der Erwerbstätigen in Deutschland. Der Rückgang der durchschnittlichen Krankschreibung und die positiven Entwicklungen bei den Erkältungskrankheiten sind erfreulich, während die Zunahme psychischer Erkrankungen die Herausforderung für Arbeitgeber und Gesellschaft unterstreicht. Es bleibt zu hoffen, dass die Implementierung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen weiterhin voranschreitet und die Belastungen der Beschäftigten nachhaltig verringert werden können.

Für weitere Informationen zu den aktuellen Zahlen können Sie die Berichte der Techniker Krankenkasse sowie die Pressemitteilungen zur Krankenstand-Studie einsehen.