Die Welt der Arbeit hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, und die Künstliche Intelligenz (KI) spielt dabei eine zentrale Rolle. Eine aktuelle Bilendi-Studie im Auftrag von ESCRIBA zeigt, dass jede zweite Beschäftigte Tools zur Künstlichen Intelligenz nutzt – häufig ohne Erlaubnis des Arbeitgebers. Dabei ist die Bandbreite der Anwendungen beeindruckend: Rund 71,4 % der Befragten nutzen KI-Tools für Recherchezwecke, während 65,5 % sie zur Textüberarbeitung einsetzen. Doch die Nutzung von KI bringt auch erhebliche Risiken mit sich, insbesondere wenn es um den Umgang mit sensiblen Daten geht. Experten bewerten diese Entwicklung als kritisch. So geben etwa 15,7 % der Befragten strategische Informationen an KI-Systeme weiter, und 12,9 % verarbeiten Kundendaten. Das lässt aufhorchen!

Ein weiteres spannendes Ergebnis der Studie ist, dass Personalabteilungen, wie zum Beispiel bei AXA Schweiz, eine andere Beziehung zur KI haben. Unter den 9.000 Mitarbeitenden nutzen etwa 50 % das firmeninterne ChatGPT, allerdings gibt es bislang keine KI-Anwendungsfälle im Personalbereich. Hier fordern Branchenexperten, dass HR eine aktivere Rolle in der Gestaltung der KI-Transformation übernehmen sollte. Dr. Jürgen Erbeldinger bringt es auf den Punkt: Personalabteilungen sollten die Treiber dieser Veränderung sein. Es ist eine digitale Transformation im Gange, die nicht nur Kompetenzen und Tools betrifft, sondern auch die gesamte Organisation und Kultur der Unternehmen.

Der Einsatz von KI in verschiedenen Bereichen

Die Zukunft der Arbeitswelt wird durch die Automatisierung und Vernetzung geprägt. Ein Blick auf die Prognosen zeigt, dass bis 2040 in Deutschland 800.000 Arbeitsplätze wegfallen könnten, während gleichzeitig ebenso viele neue Stellen entstehen. Das IAB hat dazu spannende Zahlen veröffentlicht. Besonders in der Finanzbuchhaltung könnten Aufgaben sogar zu 100 % automatisierbar werden. Doch die Einführung von KI ist oft ein langsamer Prozess. Laut einer Deloitte-Studie haben nur 19 % der Unternehmen eine ausgereifte Governance für den Einsatz von KI. Das wirft Fragen auf: Wie sicher ist der Umgang mit KI in den Unternehmen? Und wie gut sind die Systeme reguliert?

Ein Beispiel, das zeigt, wie KI die Effizienz steigern kann, kommt aus der Rechtsbranche. Die Kanzlei Noerr berichtet von einer drastischen Reduzierung der Recherchezeit bei Junganwälten – von einer Stunde auf nur fünf Minuten dank KI-Assistenten. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein! Aber es gibt auch Bedenken: Immerhin sind 92 % der Anwender agentischer KI-Systeme mit den Produktivitätssteigerungen zufrieden. Dennoch bleibt die Bekanntheit dieser Technologien gering. Nur 22 % der Unternehmen sind sich ihrer Existenz bewusst, und lediglich 4 % haben sie vollständig integriert. Das ist eine ziemliche Diskrepanz!

Die Ambivalenz der KI-Nutzung

Eine interessante Facette der KI ist die Unterscheidung zwischen komplementären und substituierenden KIs. Während erstere die Beschäftigten unterstützen, übernehmen letztere eigenständig Aufgaben. Doch viele Beschäftigte trauen sich nicht zu, komplexe KI-Agenten einzurichten. Tatsächlich geben nur 28,5 % an, sich diese Aufgabe zuzutrauen. Ein Grund dafür könnte der Druck sein, der durch die ständige Effizienzsteigerung entsteht. In einer Welt, in der 43 % der offenen Stellen mit KI-Bezug unbesetzt bleiben, ist der Fachkräftemangel allgegenwärtig und könnte durch KI sowohl verstärkt als auch verringert werden.

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Was die einzelnen Branchen betrifft, so zeigt die Forschung, dass KI die Arbeitswelt unterschiedlich beeinflussen wird. Während technische Berufe und solche mit einem hohen Automatisierungspotenzial stark betroffen sind, bleiben Tätigkeiten, die zwischenmenschliche Interaktion oder Kreativität erfordern, voraussichtlich weniger unberührt. KI kann also nicht nur menschliche Arbeit ersetzen, sondern auch neue Tätigkeitsfelder erschließen. Der Einsatz von KI in der Handwerksbranche, etwa bei der Erstellung VOB-konformer Angebote oder automatisierten Mahnungen, zeigt dies eindrucksvoll.

Ein weiterer Aspekt, den man nicht außer Acht lassen sollte, ist die Regulierung. Das EU-Parlament hat im Juni 2023 ein KI-Gesetz verabschiedet, das verschiedene Risikostufen und Regulierungsmaßnahmen definiert. Die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Nutzung von KI wird immer deutlicher. Letztendlich müssen Unternehmen und Beschäftigte gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Chancen der KI zu nutzen und die Herausforderungen zu meistern. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich dieser Wandel in der Arbeitswelt weiterentwickeln wird!