Heute ist der 10.06.2026 und während die Sonne über Frankfurt am Main aufgeht, brodelt es in der Medienbranche. Künstliche Intelligenz, kurz KI, zieht alle Aufmerksamkeit auf sich und hat längst die Schlagzeilen erobert. Arthur Gregg Sulzberger, der Chef der renommierten „New York Times“, war kürzlich beim World News Media Congress in Marseille und sprach über die Herausforderungen, die KI für den Journalismus mit sich bringt. Dabei scheute er sich nicht, die großen KI-Giganten scharf zu kritisieren. Er sprach von einem „Diebstahl geistigen Eigentums“, der durch diese Technologien begünstigt wird. Ein Thema, das nicht nur die Journalisten, sondern auch die Verbraucher betrifft.

Besonders brisant ist, dass Bots Inhalte von Plattformen wie freitag.de crawlen, um sie für ihre eigenen Zwecke zu nutzen, ohne auch nur einen Cent für die journalistische Arbeit zu zahlen. Das ist ein echtes Problem, denn der Wert von Journalismus ist nicht zu unterschätzen. Während die Kleine Zeitung aus Österreich ihre Inhalte bereits anpasst, um das Crawlen zu erleichtern und auf eine Bezahlung hofft, bleibt der Freitag dabei, sich zunächst auf die menschlichen Leser zu konzentrieren. Ein mutiger Schritt in einer Zeit, in der die digitale Landschaft sich ständig wandelt.

KI im Journalismus: Segen oder Fluch?

Die Frage, die sich dabei aufdrängt: Wo bleibt die Verantwortung der Medienhäuser? Sie sind weiterhin für die Inhalte verantwortlich – auch wenn diese mithilfe von KI generiert werden. Das geht in die Richtung, dass der unkontrollierte Einsatz von KI im Journalismus, ähnlich wie selbstfahrende Autos im Straßenverkehr, klare Leitplanken braucht. Denn ohne Ethik und Werte kann KI nicht die Wächterfunktion übernehmen, die Journalist:innen traditionell innehaben. Das macht deutlich, dass wir uns in einem Spannungsfeld bewegen, das sowohl Chancen als auch Risiken birgt.

Die Auswirkungen dieser Technologien auf die Meinungsbildung und damit auch auf Staat und Gesellschaft sind enorm. Man könnte fast sagen, dass hier ein neues Zeitalter eingeläutet wird. Doch die Befürchtungen sind groß: Gewinnorientierte Medienunternehmen könnten das wirtschaftliche Potenzial von KI über die publizistische Qualität stellen. Journalist:innen, die ihre Arbeit oft als Datengrundlage für KI-Anwendungen zur Verfügung stellen, werden dabei häufig nicht einmal gefragt. Das führt zu der berechtigten Sorge, dass ihre Rechte nicht gewahrt werden.

Antifaschistische Wirtschaftspolitik und Vermögensteuern

Doch nicht nur im Journalismus geht es heiß her. Am 25. Juni wird in Frankfurt über „Antifaschistische Wirtschaftspolitik“ diskutiert. Ein Thema, das in diesen turbulenten Zeiten von großer Relevanz ist. Auch Ungarn mischt mit: Die neue Regierung plant die Einführung einer Vermögensteuer, um Korruption zu bekämpfen. Ein Unternehmer gab sogar an, seine Firmen dem Staat abgetreten zu haben. Das hat schon fast etwas von einem modernen Märchen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In Marseille berichten wir von einer ehemaligen McDonald’s-Filiale, die von ehemaligen Mitarbeitern besetzt und nun eigenständig betrieben wird. Das Beispiel zeigt, wie kreative Lösungen aus der Not entstehen können. Es ist bemerkenswert zu sehen, wie Menschen die Kontrolle über ihre Arbeitswelt zurückgewinnen – auch wenn die Umstände alles andere als einfach sind.

Die Welt ist im Wandel, und wir stehen an einem Scheideweg. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Journalismus und die Wirtschaftspolitik entwickeln werden. Eines steht fest: Die Diskussionen sind eröffnet, und es gibt viel zu tun.