Hensoldt: Dividende, Aufträge und Wachstum in turbulenten Zeiten
Das war eine ganz besondere Hauptversammlung für die Aktionäre von Hensoldt! Am 23. Mai 2026, bei der virtuellen Versammlung, wurde eine Dividende von 0,55 Euro je Aktie beschlossen – ein erfreulicher Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit einer Präsenz von 67,11 Prozent des Grundkapitals zeigen die Anleger, dass sie Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens haben. Dieser Schritt ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Investoren, sondern auch ein Indiz für die positive Entwicklung des Unternehmens.
Die Dividende wird am 27. Mai 2026 ausgezahlt und ist steuerlich nicht belastet, da sie vollständig aus dem steuerlichen Einlagekonto stammt. Das klingt doch schon mal vielversprechend! Darüber hinaus vermeldete Hensoldt im ersten Quartal einen beeindruckenden Auftragseingang von 1,483 Milliarden Euro – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. So wächst der Auftragsbestand auf stolze 9,801 Milliarden Euro. CEO Oliver Dörre hebt hervor, dass die Nachfrage nach Verteidigungstechnik in Europa spürbar ansteigt und sich in den Auftragsbüchern niederschlägt.
Wachstum in der Verteidigungsbranche
Die Aufträge stammen unter anderem von den Schakal- und Puma-Plattformen sowie von wichtigen Vertragserweiterungen für Eurofighter-Mk1-Radare. Diese Entwicklungen sind besonders vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen von Bedeutung. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Krisen im Nahen Osten und die wachsende Rivalität zwischen den Großmächten erhöhen den Druck auf die internationale Ordnung und die europäische Sicherheitsarchitektur. Hensoldt, als Anbieter moderner, vernetzter Verteidigungslösungen, spielt in diesem Kontext eine zentrale Rolle.
Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro und einem Book-to-Bill-Verhältnis zwischen 1,5x und 2,0x. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen 18,5 Prozent und 19,0 Prozent liegen. Und die Aktie von Hensoldt? Die notiert aktuell bei 89,00 Euro, was einem Plus von 1,23 Prozent entspricht. Auf Wochensicht hat die Aktie sogar um 20,21 Prozent zugelegt. Das ist doch ein Grund zu feiern!
Ein Jahr der Transformation
Der Geschäftsbericht von Hensoldt für 2025 zeigt, dass das vergangene Jahr von starkem Wachstum und gezielter Transformation geprägt war. CFO Christian Ladurner betont, dass Produktionskapazitäten erweitert und ein neues Logistikzentrum etabliert wurden. Zudem wurde der Umzug des Optronics-Bereichs nach Oberkochen vorangetrieben, während das Programm „Operations 2.0“ zentrale Prozesse optimierte. Diese Maßnahmen sind darauf ausgelegt, eine effiziente und zuverlässige Bedienung der wachsenden Auftragsbestände sicherzustellen und die Grundlage für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Hensoldt ist also gut aufgestellt für die Herausforderungen, die vor uns liegen.
In Anbetracht der steigenden Verteidigungsausgaben in Europa, die 2024 einen Rekordwert von 343 Milliarden Euro erreichten, wird die Bedeutung von Unternehmen wie Hensoldt immer deutlicher. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas betont, wie wichtig diese Ausgaben für den Schutz der Bevölkerung sind. Für 2025 wird ein weiterer Anstieg auf 381 Milliarden Euro prognostiziert, wobei fast 130 Milliarden Euro in neue Waffen investiert werden sollen. Mit einem neu eingerichteten Aufrüstungsfonds von 150 Milliarden Euro, aus dem 19 von 27 EU-Ländern Mittel beantragt haben, wird deutlich, dass die Nachfrage nach innovativen Verteidigungslösungen stark steigen wird.
Die Zeiten sind turbulent, und die Verteidigungsfähigkeit Europas wird zunehmend wichtiger. Hensoldt hat die Zeichen der Zeit erkannt und positioniert sich als Schlüsselakteur in dieser dynamischen Branche. In einer Welt voller Unsicherheiten und Herausforderungen bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen der nächsten Jahre entfalten werden. Doch eines ist sicher: Die Nachfrage nach moderner Verteidigungstechnik wird nicht nachlassen.
