Heute ist der 15.05.2026. In der Welt der Finanzen gibt es immer wieder Aufregung, und aktuell sorgt die Partners Group Holding AG für hitzige Diskussionen. Ende April hat Grizzly Research die Aktien dieser Schweizer Alternative Asset Management-Firma geshortet – ein Schritt, der für ordentlich Wirbel sorgt. Laut dem Bericht von Grizzly wird behauptet, dass bis zu 40 % der Investments in den sogenannten Evergreen-Fonds falsch bewertet sind. Das klingt nach einer echten Granate! Die Partners Group selbst lässt sich von den Vorwürfen nicht einschüchtern und bezeichnet diese als „frivolous, defamatory, and highly misleading“. Gleichzeitig prüft das Unternehmen rechtliche Schritte gegen mögliche Marktmanipulation. Ein wahrer Schlamassel, nicht wahr?

Die Gegendarstellung von Partners Group ist dabei alles andere als dünn. Sie liefert konkrete Zahlen: Der Evergreen-Anteil am Gesamtumsatz liegt bei 34 %, und das Software-Exposure in der Private-Credit-Plattform beträgt 9,9 %, was unter dem Branchendurchschnitt ist. Ein weiterer interessanter Punkt: Der angegriffene Vermögenswert atNorth wurde im ersten Quartal 2026 vollständig realisiert, und das über den zuletzt veröffentlichten Bewertungsansätzen – das könnte einige Investoren beruhigen. Und als ob das nicht genug wäre, haben Insider nach dem Angriff bedeutende Aktienpakete gekauft. Aktuell notiert die Aktie bei rund 975 Euro, was etwa 24 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 1.278 Euro liegt.

Neue Rechnungslegungsstandards und ihre Tücken

Ein Thema, das ebenfalls auf der Agenda steht, ist der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 18, den die Partners Group eingeführt hat. Dieser Standard fasst Performance-Gebühren und Investitionserträge unter dem Begriff „Performance Income“ zusammen. Das klingt zunächst einmal nach Fortschritt, könnte jedoch die Vergleichbarkeit historischer Zeitreihen erschweren. Ein wenig Verwirrung ist also vorprogrammiert. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um 20 % auf 2,56 Milliarden Franken, während das EBITDA um 19 % auf 1,61 Milliarden Franken anstieg. Das sind Zahlen, die beeindrucken!

Im ersten Quartal 2026 investierte die Partners Group stolze 2,8 Milliarden US-Dollar in neue Vermögenswerte, und das Fundraising war mit 8,3 Milliarden US-Dollar an neuen Kapitalzusagen im Quartal äußerst erfolgreich. Das Jahresziel für Brutto-Neugeldzuflüsse liegt zwischen 26 und 32 Milliarden US-Dollar. Aktuell verwaltet das Unternehmen ein Vermögen von 185 Milliarden US-Dollar, und das Ziel bis 2033 sind 450 Milliarden US-Dollar. Ein gewaltiges Vorhaben, das die Ambitionen von Partners Group unterstreicht. Aber wie wird sich die Kundennachfrage entwickeln, wenn der Halbjahresbericht im September mehr Klarheit über die neue Berichtsstruktur bringt?

Bewertungskontroversen und mögliche Konsequenzen

Doch zurück zu den Vorwürfen von Grizzly Research. Diese besagen, dass es signifikante Diskrepanzen in der Bewertung der Evergreen-Fonds im Vergleich zu den wahren Geschäftsrealitäten gibt. Ein Beispiel: Die größte Holding des Master Funds in der Asien-Pazifik-Region hat 50 Millionen weniger Aktien an die SEC berichtet, als im Hongkonger Unternehmensregister angegeben. Und es gibt noch mehr: Ein russisches Pharma-Investment wurde während der Zeit hoch bewertet, als der russische Staat das Asset beschlagnahmte. Ein echtes Minenfeld an fragwürdigen Bewertungen! Zudem zeigen einige Investments abenteuerliche Markups – etwa 176,9 % für einen schwedischen Datenzentrum-Betreiber mit einem Umsatzrückgang von 18 %. Das lässt einen schon ins Grübeln kommen.

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Die Partners Group selbst behauptet, dass ihr Software-Exposure „weniger als die Hälfte des Branchendurchschnitts“ beträgt, doch Schätzungen legen nahe, dass es tatsächlich bei etwa 32 % liegt – also über dem Durchschnitt. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Rund 40 % der Bewertungsansätze in Westeuropa wurden als fragwürdig eingestuft. Das erweckt den Eindruck, als könnte die Transparenz der Bewertungen und die Offenlegung von Investments bei der Partners Group durchaus verbessert werden. Und diese Unsicherheiten könnten, oh Wunder, die Fundraising-Fähigkeiten des Unternehmens und dessen langfristige finanzielle Gesundheit gefährden.

Regulierung und Marktaufsicht im Fokus

In Anbetracht dieser Situation ist es kaum verwunderlich, dass die Regulierung der Finanzmärkte immer wieder auf der Agenda steht. In Deutschland beispielsweise ist die BaFin die Aufsichtsbehörde, die die Solvenz von Finanzdienstleistern sichert. Nach der Insolvenz von Wirecard geriet die Finanzaufsicht in die Kritik, und die Notwendigkeit einer strikteren Regulierung wird immer lauter. Die EU plant eine einheitliche europäische Einlagensicherung ab 2024, und der Ruf nach mehr Transparenz im Finanzsektor wird immer lauter. Die Bürgerbewegung Finanzwende e.V. setzt sich für grundlegende Änderungen im Finanzsystem ein, und auch die Finanztransaktionssteuer steht wieder auf der politischen Agenda. Man könnte sagen, die Aufregung in der Finanzwelt lässt sich nicht mehr ignorieren.

Wie wird sich die Situation rund um die Partners Group weiterentwickeln? Das bleibt abzuwarten. Klar ist: Die kommenden Monate könnten entscheidend für das Unternehmen und die gesamte Branche sein. Ob die Partners Group die Herausforderungen meistern kann oder ob die Vorwürfe zu einem größeren Skandal führen, wird sich zeigen. Man darf gespannt sein!