Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) – ein Begriff, der für viele mit Geschichten von Unfreiheit, Überwachung und dem Schatten einer „Regierung“ verbunden ist, die alles andere als demokratisch war. Am 7. Oktober 1949 wurde die DDR aus der Taufe gehoben, und man wollte den Menschen ein Bild von einer verlässlichen Staatsführung vermitteln. Die offizielle Fassade war die eines regulären Staatsapparates mit Ministerien, Staatssekretären und einem Ministerrat. Doch hinter dieser Kulisse agierte das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) als die wahre Macht hinter den Entscheidungen.

Eigentlich könnte man sagen, dass die DDR wie ein Theaterstück war, in dem das ZK die Fäden zog. Rund 40 spezialisierte Abteilungen sorgten dafür, dass nahezu jeder Aspekt des Lebens – von der Wirtschaft bis zur Kultur, von der Bildung bis zur Außenpolitik – überwacht wurde. Die Ministerien, die offiziell die Geschicke des Landes leiteten, waren in Wahrheit nur ausführende Organe. Wichtige Entscheidungen wurden im ZK vorbereitet, und die staatlichen Behörden hatten die Pflicht, diese umzusetzen. Man könnte fast meinen, die Minister waren nur die Darsteller, während das ZK die Regisseure im Hintergrund waren.

Die Illusion der Volksvertretung

Wie kam es dazu, dass die Bürger der DDR kaum etwas von dieser Schattenregierung mitbekamen? Die SED inszenierte sich als Beschützer der Volksinteressen. Die Volkskammer – das Parlament – war ein Ort, an dem alle vier Jahre Wahlen stattfanden, die mehr Schein als Sein waren. Wähler hatten lediglich die Möglichkeit, der Einheitsliste der Nationalen Front zuzustimmen oder nicht. Geheimwahlen? Fehlanzeige! Ein „Nein“ zur Liste war mit Risiken verbunden – wer wollte schon ins Visier der Stasi geraten? Ein Gefühl von Mitbestimmung konnte also nicht wirklich aufkommen, denn die Zustimmung zur Einheitsliste lag oft bei über 99 Prozent. Ein bisschen wie ein Familienfest, bei dem man zwar eingeladen ist, aber eigentlich nichts zu sagen hat.

Die SED selbst wurde 1946 gegründet, nach dem Zusammenschluss von SPD und KPD – ein Zusammenschluss, der die Grundlage für eine Herrschaft legte, die von einer einzigen Partei dominiert wurde. Walter Ulbricht und später Erich Honecker waren die Generalsekretäre, die für die politische Richtung verantwortlich waren. Politische Entscheidungen wurden auf Parteitagen oder im ZK getroffen, und das Politbüro, mit seinen 15 bis 20 Mitgliedern, war das machtvolle Organ, auch wenn es oft von den Weisungen aus der Sowjetunion abhängig war. Diese Abhängigkeit war nicht nur eine technische Feinheit, sondern prägte das gesamte politische Klima der DDR.

Überwachung und Kontrolle

Ein nicht zu unterschätzender Teil der Kontrolle über die Bevölkerung war die Stasi, die Staatssicherheit, die in den 1980er Jahren rund 90.000 hauptamtliche und 160.000 inoffizielle Mitarbeiter beschäftigte. Diese Institution hatte die Aufgabe, etwa 15 Millionen Menschen in der DDR zu überwachen. Die Methoden waren vielfältig – von Bespitzelungen bis hin zu Repressionen gegen echte oder vermeintliche Gegner des Regimes. Die Schätzungen über die Anzahl der Menschen, die durch das Regime zu Tode kamen, schwanken zwischen 1.800 bis zu erschreckenden 50.000. Eine dunkle Bilanz für ein Land, das sich als Vorreiter des Sozialismus verstand.

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Die Ideologie der DDR betonte die Gleichstellung der Menschen und eine vermeintliche Volksdemokratie, während in Wirklichkeit eine privilegierte Schicht aus Parteifunktionären die Macht in ihren Händen hielt. Die zweite Verfassung von 1968 stellte klar, dass die führende Rolle der Arbeiterklasse und der marxistisch-leninistischen Partei unverrückbar war. Inmitten dieser politischen Realität lebten die Menschen in einem ständigen Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Freiheit und der bitteren Realität der Überwachung und Kontrolle.