Heute ist der 20.06.2026, und es gibt Neuigkeiten, die den Puls der Anleger bei The Trade Desk höher schlagen lassen. Die Lage scheint angespannt, beinahe chaotisch, denn massive Personalabgänge und ein enttäuschender Ausblick werfen einen Schatten auf die einst strahlende Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Der Vertriebschef Anders Mortensen hat das Handtuch geworfen, nur sieben Monate nach seinem Einstieg. Auch der Finanzchef, der Marketingleiter und die Strategiechefin haben das Unternehmen verlassen. Man fragt sich: Wo soll das alles hinführen?

Der Aktienkurs ist nicht gerade ein Grund zur Freude. Mit einem Schlusskurs von 16,40 Euro am Freitag dümpelt die Aktie knapp über ihrem 52-Wochen-Tief und hat in den letzten Monaten über 72% an Wert verloren. Analysten sind sich uneinig, einige empfehlen einen Verkauf, andere sehen Potenzial. Rothschild Redburn nennt ein Kursziel von 11 US-Dollar, während Truist Financial eine Kaufempfehlung mit einem Ziel von 35 US-Dollar ausgibt. Das ist wohl der bekannte Fall von „Hoffnung und Verzweiflung“ im Finanzsektor.

Umsatz und Prognosen

Ein Blick auf die Zahlen: Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 12% auf 689 Millionen US-Dollar, was auf den ersten Blick positiv erscheint. Doch der Ausblick für das zweite Quartal ist ernüchternd – nur 750 Millionen US-Dollar werden angepeilt. CEO Jeff Green investierte im März kräftig in die eigenen Aktien, kaufte für 148 Millionen US-Dollar zu einem Preis von 24 US-Dollar pro Stück. Vielleicht ist das ein Zeichen für seinen Glauben an das Unternehmen, doch die Leerverkaufsquote von über 21% spricht eine andere Sprache.

Der Marktwert von The Trade Desk liegt derzeit bei 8,7 Milliarden USD, mit einem KGV von 18,4x für 2026 und 15,5x für 2027. Die Umsatzprognosen klingen vielversprechend, mit 3,18 Milliarden USD für 2026 und 2,77 Milliarden USD für 2027. Aber die Nettoergebnisprognosen zeigen ebenfalls einen Rückgang: 481 Millionen USD für 2026 und 419 Millionen USD für 2027. Das macht nachdenklich.

Die Rolle der Leerverkäufe

Leerverkäufe, ein Begriff, der in der aktuellen Situation nicht zu überhören ist, sind eine Strategie, bei der Marktteilnehmer auf fallende Kurse setzen. Sie können als Signal für Überbewertungen und fundamentale Schwächen gesehen werden. In der aktuellen Situation bei The Trade Desk könnte die hohe Short-Quote wie ein Warnsignal wirken. Anleger sind skeptisch und fragen sich, ob sich die Lage stabilisieren kann, solange das Management wackelt. Man könnte meinen, hier wird auf einen Short Squeeze gewartet – die Risiken sind hoch, und die Unsicherheit greifbar.

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Am 18. Juni 2026, nur zwei Tage vor unserem heutigen Datum, schloss der Markt mit einem Kurs von 18,51 USD (+1,93%). Doch die Veränderung über die letzten fünf Tage zeigt, dass die Aktie um 3,99% gefallen ist. Seit Jahresbeginn ist sie sogar um 51,24% gefallen. Das ist ein Auf und Ab wie auf einer Achterbahn, und die Anleger müssen sich gut überlegen, ob sie einsteigen oder lieber an der Seitenlinie bleiben.

Mit der Ernennung von Sarah Gavin als Chief Marketing Officer und Executive Vice President, wirksam ab dem 15. Juni 2026, könnte frischer Wind durch die Führungsetage wehen. David Haddad wurde ebenfalls in den Vorstand berufen. Vielleicht bringt das neue Management die Wende, die der Markt so dringend braucht. Die nächsten Quartalszahlen könnten den Abwärtstrend stoppen oder weiter beschleunigen – die Spannung bleibt.