Heute ist der 12.06.2026, und die Börsenwelt dreht sich mal wieder um Bayer. Die Aktie des Unternehmens hat am Donnerstag einen stattlichen Anstieg von 1,9 % auf 35,96 Euro verzeichnet. Die Analysten scheinen sich einig zu sein: Die Bayer-Aktie ist grob unterbewertet. Doch in den vergangenen Tagen war die Stimmung an den Märkten alles andere als euphorisch. Negative Kursbewegungen haben die Anleger verunsichert, doch nun gibt es wieder Licht am Ende des Tunnels.

Ein Grund für die positive Wendung sind die neuen Nachrichten aus dem Hause Bayer. Die EU-Arzneimittelbehörde hat den Zulassungsantrag für Asundexian, einen vielversprechenden Schlaganfallwirkstoff, bestätigt. Das könnte das Interesse der Anleger an der Aktie neu beleben. Zudem gibt es Hoffnungen auf beschleunigte Pläne zur Produktion von Biokraftstoff-Rohstoffen in Nordamerika. Angesichts steigender Preise für fossile Brennstoffe, vor allem wegen des Iran-Konflikts, könnte das den Blick auf alternative Energien wie Biokraftstoffe aus Zucker oder Mais lenken.

Asundexian und die FDA

Ein weiterer Lichtblick ist, dass Bayer für Asundexian den Priority-Review-Status von der FDA erhalten hat. Das ist ein echter Coup! Die Analysten haben ihre Bewertungen daraufhin angehoben, was den aktuellen Aktienkurs auf 37,86 Euro hebt – jedoch immer noch etwa 23 % unter dem 52-Wochen-Hoch. Asundexian soll Sekundärschlaganfälle bei Patienten verhindern, die bereits einen ischämischen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke hatten. Die Grundlage für die Zulassung bildet die Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE, deren Ergebnisse im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden. Sollte es Bayer gelingen, Asundexian auf den Markt zu bringen, wäre das der erste FXIa-Inhibitor weltweit zur Sekundärschlaganfallprävention. Ein echter Game Changer!

Der Umsatz des Konzerns stieg im ersten Quartal 2026 währungsbereinigt um 4,1 % auf 13,4 Milliarden Euro, und das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 9,0 % auf 4,5 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich um 12,9 % auf 2,71 Euro, vor allem dank der Sparte Crop Science. Dennoch gibt es auch Schattenseiten: Der freie Cashflow liegt bei minus 2,3 Milliarden Euro, was sich hauptsächlich auf Zahlungen zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten zurückführen lässt – etwa 2,0 Milliarden Euro! Auch die Nettofinanzverschuldung ist auf 32,5 Milliarden Euro gestiegen, ein Plus von 9 % im Vergleich zum Jahresende 2025.

Marktanalysen und Ausblick

Die DZ Bank hat den fairen Wert der Aktie von 44 auf 51 Euro angehoben und sie von „Halten“ auf „Kaufen“ hochgestuft. Auch Barclays zieht nach und erhöht sein Kursziel von 48 auf 50 Euro, bleibt jedoch bei „Overweight“. Das durchschnittliche Kursziel von 62 Analysten liegt bei 46,39 Euro, was etwa 22 % über dem aktuellen Kurs entspricht. Finanzvorstand Wolfgang Nickl hat den Jahresausblick bestätigt: Ein Umsatz von 44,5 bis 46,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 4,10 und 4,60 Euro werden erwartet. Doch zwischen den positiven Entwicklungen und dem strittigen Glyphosat-Thema sowie der hohen Verschuldung bleibt ein strukturelles Spannungsfeld, das die Zukunft von Bayer mit Unsicherheiten beladen könnte.

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Die Augen der Märkte sind nun auf die bevorstehenden Entscheidungen in den USA bezüglich der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten gerichtet. Diese könnten die Kursbewegungen der Bayer-Aktie erheblich beeinflussen. Der Markt wartet gespannt darauf, wie sich die Situation entwickeln wird – und ob Bayer tatsächlich den Durchbruch mit Asundexian schaffen kann. Die kommenden Monate könnten entscheidend werden und die Richtung der Bayer-Aktie nachhaltig prägen.