Heute ist der 10.06.2026 und es gibt spannende Neuigkeiten aus der Welt von Adidas! Der Sportartikelriese hat die Analystenerwartungen im ersten Quartal 2026 übertroffen, und das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Aktienkurs. Innerhalb von nur 30 Tagen legte die Aktie um fast 18 Prozent zu und kletterte auf 167,70 Euro. Das ist ein erfreulicher Anstieg, besonders wenn man bedenkt, dass der Kurs vor Kurzem bei 130,20 Euro lag. Man könnte sagen, Adidas hat den Turbo gezündet, um sich von den Tiefpunkten zu entfernen. Doch wie kam es zu diesem Aufschwung?

CEO Bjørn Gulden setzt seit 2023 auf einen strikten Sanierungsplan. Der Fokus liegt klar auf der Kernmarke und profitablen Produkten, während teure Experimente in den Hintergrund rücken. Der Direktvertrieb wird gestärkt, um die Kontrolle über die Margen zu erhöhen. Das alles geschieht im letzten Jahr eines vierjährigen Umbaus, der die operative Effizienz von Adidas steigert. Ein kräftiger Anstieg des Betriebsgewinns im ersten Quartal 2026 zeigt, dass die Maßnahmen greifen. Das Management hat jedoch auch klare Warnungen ausgesprochen: Mögliche US-Zölle und Währungsturbulenzen könnten den Betriebsgewinn um bis zu 400 Millionen Euro schmälern. Ein wichtiger Punkt, den Investoren im Hinterkopf behalten sollten.

Der Blick auf die Ziele

Für das Gesamtjahr 2026 strebt Adidas einen Betriebsgewinn von 2,3 Milliarden Euro an. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum soll im hohen einstelligen Bereich liegen – eine Herausforderung, aber machbar. Mit einer Marktkapitalisierung von 28,5 Milliarden Euro zeigt die Aktie eine solide Dynamik, was sich auch in einem RSI von rund 68 widerspiegelt. Das ist ein Zeichen für die Marktstärke, die die Aktie aktuell hat. Zudem gibt es eine Dividende von 2,80 Euro pro Aktie, was für Investoren ebenfalls ein interessanter Punkt sein dürfte.

Die kommenden Quartale werden spannend, vor allem in Hinblick auf die Stabilität der Margen. Die nächste Bewährungsprobe steht mit den Zwischenberichten an. Man darf gespannt sein, wie sich die Lage entwickelt und ob Adidas den Kurs weiterhin halten kann.

Globale Marke mit lokalem Fokus

Doch was macht Adidas eigentlich aus? Die Marke hat einen klaren globalen Fokus, kombiniert mit einem feinen Gespür für lokale Märkte. Teams weltweit entscheiden über Produktsortimente und Partnerschaften, basierend auf den Bedürfnissen der Verbraucher vor Ort. Interessanterweise erledigt der Großhandel einen Großteil des Umsatzes – rund 60 Prozent. Aber auch Direct-to-Consumer (DTC) gewinnt an Bedeutung und soll bis 2025 auf 40 Prozent des Gesamtumsatzes steigen.

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Insgesamt hat Adidas 2025 2.022 Geschäfte, darunter 886 Concept Stores und 1.136 Factory Outlets. Flagship Stores in Las Vegas und Manchester sowie neue Originals Stores in Seoul und Schanghai zeigen, dass die Marke in den wichtigsten Märkten präsent ist. Auch E-Commerce wird neu definiert, mit einem starken Fokus auf den Verkauf zum vollen Preis. Und die adiClub-Mitgliedschaft bringt den Fans exklusive Erlebnisse und Vorteile.

Mit einer klaren Strategie und einem starken Fokus auf lokale Märkte scheint Adidas gut gerüstet zu sein, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Die Frage bleibt, ob das Unternehmen auch in den kommenden Quartalen die hohen Erwartungen erfüllen kann und sich weiterhin auf diesem erfolgreichen Kurs hält.