Heute ist der 4.07.2026, und wenn man die Flughäfen in Europa betrachtet, könnte man meinen, es wäre ein Wettlauf gegen die Zeit. Lange Wartezeiten, die bis zu 5 Stunden betragen können, sind längst keine Seltenheit mehr. Da fragt man sich, was da eigentlich los ist. Der Hauptschuldige? Ein starker Anstieg des Passagieraufkommens im Sommer und das neue EU-Grenzsystem, das seit Oktober 2025 schrittweise eingeführt wird. Die Reisenden, die nicht aus Schengen-Ländern kommen, müssen sich auf das Entry-Exit-System (EES) einstellen, das biometrische Merkmale wie Fingerabdrücke und Fotos erfasst. Das klingt ja alles schön und gut, aber die Praxis zeigt, dass der Stempel im Pass entfällt und die Verfahren meist länger dauern als zuvor.

Ein weiteres großes Problem: Tausende von Einreisen wurden verweigert, und Hunderte von Verdächtigen wurden identifiziert. Die Infrastruktur an den Flughäfen ist unzureichend, um die neuen Anforderungen zu bewältigen. Nur zwei Länder, Schweden und Portugal, haben die EU-App zur Vorregistrierung übernommen. Die gute Nachricht? Bürger aus dem Schengenraum, also die 25 EU-Staaten plus Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz, sind von diesen neuen Regelungen ausgenommen. Und für die Deutschen gibt es den Easypass, der hilft, die Wartezeiten zu verkürzen.

Wartezeiten und Grenzkontrollen

Wenn wir uns die Situation an Flughäfen in beliebten Urlaubsländern wie Griechenland, Italien oder Frankreich anschauen, fällt auf, dass die biometrische Datenerfassung dort sogar ausgesetzt wurde. Das ist nach EU-Regeln erlaubt, wenn die Kapazitäten fehlen. Deutschland gilt in diesem Zusammenhang als Musterschüler, hat jedoch auch in Einzelfällen die Kontrollen ausgesetzt. Der Frankfurter Flughafen empfiehlt seinen Passagieren, mindestens 3 Stunden vor Abflug am Terminal zu sein – und das sollte man ernst nehmen, es könnte wirklich darauf ankommen!

Die EU-Kommission scheint das System grundsätzlich als gut funktionierend zu erachten und bietet Unterstützung an. Treffen mit Branchenvertretern sind bereits in Planung, um die Situation zu verbessern. Flughafenverbände wie ACI fordern jedoch eine vollständige Aussetzung der Kontrollen in den Hauptreisemonaten, während der Deutsche Flughafenverband ADV auf eine konsequente Nutzung der Flexibilitätsmöglichkeiten drängt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Grenzkontrollen selbst hängen stark von der Staatsangehörigkeit und dem Ein- oder Austritt aus dem Schengenraum ab. Innerhalb des Schengenraums gibt es normalerweise keine Kontrollen zwischen den Ländern. Das heißt, nach der Sicherheitskontrolle geht es direkt zum Gate, und man kann den Stress etwas hinter sich lassen. Bei Reisen außerhalb des Schengenraums muss man sich jedoch auf Kontrollen einstellen – und das wird für Drittstaatsangehörige ab dem 29. Oktober 2025 mit dem EES richtig spannend. Da heißt es dann: Fingerabdrücke und Fotos bereit halten!

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Die neue Regelung wird sicherlich einige Herausforderungen mit sich bringen, doch mit der richtigen Vorbereitung und einem bisschen Geduld ist das Reisen weiterhin möglich. Irgendwie bleibt die Vorfreude auf die nächste Reise – auch wenn man sich auf lange Wartezeiten einstellen muss. Manchmal braucht es eben einen langen Atem, um die schönsten Erlebnisse zu genießen.