Stau-Chaos im Sommer: So meisterst du die Reisezeit in Hessen
Die Sommerferien stehen vor der Tür und damit auch die Hauptreisezeit! In Hessen ist allerdings Vorsicht geboten, denn die Baustellenlandschaft präsentiert sich in voller Blüte. Staus sind vorprogrammiert, insbesondere im hektischen Zusammenspiel von Pendler- und Reiseverkehr, der ab Donnerstagnachmittag auf den Autobahnen wie der A3, A60 und A66 für einige Geduldsspiele sorgen dürfte. Wer also plant, sich auf die Reise zu machen, sollte sich auf längere Wartezeiten einstellen!
Im Rhein-Main-Gebiet tummeln sich rund 45 Baustellen auf Bundesstraßen und zusätzlich 70 auf Landesstraßen – und das sind nur die, die aktuell gemeldet sind. Das sind allesamt notwendige Maßnahmen, um marode Fahrbahnen und Brücken zu sanieren. Ein Ende der Bautätigkeiten vor den Ferien ist nicht in Sicht, da die Arbeiten nicht mehr verschoben werden können. Sogar die Bahn ist betroffen: Ab dem 10. Juli beginnen umfangreiche Gleis- und Weichenerneuerungen zwischen Frankfurter Hauptbahnhof und Frankfurt-Niederrad. Wer dort unterwegs ist, sollte sich auf eine fünfmonatige Vollsperrung einstellen. Auch auf der Lahn-Kinzig-Bahn und den Strecken Fulda-Bebra sowie Bensheim-Bürstadt wird es eng.
Planung ist alles
Umso wichtiger ist es, sich gut vorzubereiten. Der ADAC empfiehlt, die Urlaubsfahrten am Sonntag oder Montag zu starten, um den größten Staus zu entkommen. Und wie sieht’s mit dem Auto aus? Ein Blick unter die Motorhaube schadet nie, ebenso wie ein Blick in den Tank! Getränke für die Fahrt mitzunehmen ist ebenfalls ein guter Tipp, um bei Staus gelassen zu bleiben. Und nicht zu vergessen, die ADAC Maps-App bietet Echtzeit-Verkehrsfluss und zeigt dir die Verkehrsprognosen für den Abfahrtstag an. So bist du gut gerüstet, selbst wenn die Straßen sich wie ein Mosaik aus Baustellen und Staus anfühlen.
Diese App ist nicht nur für Deutschland, sondern auch für angrenzende Länder verfügbar. Sie informiert dich über aktuelle und geplante Baustellen und sogar über Gefahrensituationen wie Aquaplaning oder Sturmwarnungen. Wenn du also weißt, dass es auf deiner Strecke ruckeln könnte, kannst du rechtzeitig reagieren und vielleicht eine Umleitung wählen. Das bringt uns zum Thema: Stau ist nicht gleich Stau. Dichtes Auffahren und abruptes Abbremsen führen oft zu dem, was wir als „Ziehharmonikaeffekt“ kennen – das echte Stau-Phänomen!
Echtzeit-Informationen sind Gold wert
Die Stauzahlen sind in diesem Jahr nicht gerade ermutigend. Im ersten Halbjahr 2023 wurden insgesamt 723.000 Staus auf Autobahnen verzeichnet. Das sind fast 30.000 mehr als im Jahr zuvor! Und die Staulängen summieren sich auf beinahe 1,45 Millionen Kilometer. In den staureichsten Monaten Mai, Juni und September wird es besonders eng. Morgens zwischen 7 und 9 Uhr sowie nachmittags zwischen 15 und 18 Uhr sind die Straßen erfahrungsgemäß überlastet.
Umso mehr ist es wichtig, sich regelmäßig über den Verkehr zu informieren. Die Echtzeit-Staukarte, die von Google und Microsoft gepflegt wird, ist hier ein unverzichtbares Tool. So kannst du einfach von deinem Handy oder Tablet aus auf die Verkehrsinformationen zugreifen und dich auf dem aktuellsten Stand halten. Und wenn es doch mal zu einem Stau kommt, hilft es, die Nerven zu bewahren. Vielleicht einfach mal tief durchatmen, Musik hören oder die Landschaft genießen. Schließlich ist das Fahren nicht nur Mittel zum Zweck, sondern kann auch eine Art der Entspannung sein – wenn man sich darauf einlässt.
