Heute ist der 24.06.2026, und es gibt Neuigkeiten aus Berlin, die das Potenzial haben, die Kultur- und Kreativlandschaft der Stadt auf den Kopf zu stellen. Der Senat hat endlich Pläne zur neuen Nutzung des seit zwölf Jahren stillgelegten Internationalen Congress Centrums (ICC) vorgestellt. Es wird spannend, denn das ICC war einst das größte Kongresszentrum Europas und hat in seiner Blütezeit mehr als 10 Millionen Menschen auf Veranstaltungen begeistert. Doch nach der Schließung 2014 war es still geworden, und die Frage nach der Zukunft des imposanten Bauwerks schwebte wie ein Damoklesschwert über der Stadt.

Das ICC, das 1979 eröffnet wurde und sich mit seinen 313 Metern Länge, 89 Metern Breite und fast 40 Metern Höhe als architektonisches Meisterwerk der deutschen Nachkriegszeit definiert, steht seit 2019 unter Denkmalschutz. Der Senat plant nun, das Gebäude für 99 Jahre per Erbbaurecht an einen Betreiber abzugeben. Als federführenden Investor hat man die MIB AG Immobilien und Beteiligungen auserkoren, die bereits das Kulturquartier Spinnerei in Leipzig betreibt. Geplant ist, das ICC zu einem „international einzigartigen Standort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft“ umzugestalten.

Ein neuer Anfang für ein altes Gebäude

Die Wirtschaftsministerin Franziska Giffey und Bausenator Christian Gaebler werden heute um 12 Uhr auf einer Pressekonferenz das Konzept vorstellen. Es gab in den letzten Jahren viele Diskussionen über mögliche Nutzungen des ICC – von einem Kongresshotel bis hin zu einem Gewächshaus. Aber nun scheint ein klarer Weg in Sicht. Die Vision ist, den einzigartigen Charakter des ICC zu bewahren und gleichzeitig die Infrastruktur zeitgemäß zu erneuern. Ein neues Gebäude wird zudem auf dem Grundstück Messedamm 9 als Teil eines modernen Campus entstehen, was dem ganzen Areal einen frischen Anstrich verleihen könnte.

Doch bevor es so weit ist, steht die Sanierung an, denn im ICC wurden Schadstoffe entdeckt, die dringend behoben werden müssen. Der Sanierungsbedarf ist nicht zu unterschätzen. Hier sind kreative Lösungen gefragt, um die historischen Elemente zu erhalten und gleichzeitig moderne Standards zu erfüllen. Die Herausforderung ist groß, aber auch die Chance, dieses Wahrzeichen nicht nur für die Stadt, sondern für die gesamte Region neu zu beleben.

Ein Ort der Möglichkeiten

Die zukünftige Nutzung des ICC soll nicht nur den Besucher:innen der Stadt zugutekommen, sondern auch der Berliner Stadtgesellschaft neue Räume eröffnen. Ob Kunst, Kultur, Kreativwirtschaft oder Innovation – hier sollen vielfältige Angebote entstehen. Das Gebäude umfasst insgesamt 80 Säle und Räume mit Platz für bis zu 14.500 Gäste. Ein echter Magnet für Veranstaltungen, Kongresse und Konferenzen, wenn alles nach Plan läuft.

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Der Standort hat auch logistische Vorteile. Direkt an der A100 gelegen und mit S- und U-Bahn-Anschluss sowie dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in der Nähe, ist er bestens erschlossen. Das macht das ICC nicht nur für Berliner, sondern auch für internationale Gäste attraktiv. Es wird spannend zu sehen, welche Events und Initiativen hier künftig stattfinden werden und wie das ICC sich in der Berliner Kulturlandschaft neu positionieren kann.

Die Zusammenarbeit zwischen der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, dem Land Berlin und der Messe Berlin GmbH könnte ein wichtiges Fundament für den Erfolg dieses Projekts sein. Ein neuer Anfang für ein geschichtsträchtiges Gebäude, das viel mehr ist als nur ein Bauwerk – es ist ein Teil von Berlins Identität. Und wer weiß, vielleicht wird das ICC bald ein Ort, an dem sich kreative Köpfe treffen und neue Ideen sprießen können. Die Vorfreude auf die kommenden Entwicklungen ist groß!