Mut zur Veränderung: Wie Lippe und OWL die Zukunft gestalten
Am 11. Mai 2026 fand im LWL-Freilichtmuseum Detmold ein bemerkenswerter Austausch zwischen rund 200 Fach- und Führungskräften aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung statt. Die 39. Museumsrunde, organisiert von der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold, dem Kreis Lippe und der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, widmete sich dem spannenden Thema der Zukunftssicherung und dem Mut zur Veränderung in der Region Lippe und Ostwestfalen-Lippe (OWL). Es war, um ehrlich zu sein, eine Mischung aus Inspiration und Dringlichkeit in der Luft.
Unter der Moderation von Julia Wunderlich, die für Transfer und Forschungskommunikation an der TH OWL zuständig ist, erörterten prominente Diskutanten wie Landrat Meinolf Haase und TH-OWL-Präsident Professor Dr. Jürgen Krahl die Chancen und Risiken, die mit Veränderungen verbunden sind. Oliver Voßhenrich, Vizepräsident der IHK, hob dabei hervor, wie wichtig es ist, alte Denkmuster aufzubrechen, um Deutschland in eine modernere Zukunft zu führen. „Es ist an der Zeit, dass wir mutig neue Wege gehen“, so Voßhenrich.
Technologischer Fortschritt als Schlüssel
Ein zentrales Thema der Diskussion war die Rolle von Schlüsseltechnologien, insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik und Automatisierung. Landrat Haase machte deutlich, dass diese Technologien für die wirtschaftliche Entwicklung der Region von entscheidender Bedeutung sind. „Wir müssen innovative Gründungen aus der Hochschule fördern, um den Wirtschaftsstandort Lippe zu stärken“, betonte er. Und genau das geschah an diesem Tag, als Theodor und Paul Sürmann ihre Gründung von Wild AF präsentierten – ein Unternehmen, das den Fleischmarkt mit Wildfleisch neu positionieren möchte. Ein echter frischer Wind!
Die TH OWL stellte zudem ihr Transferjahr 25 vor, das darauf abzielt, Forschung, Lehre und Transfer auf innovative Weise miteinander zu verbinden. Eine spannende Präsentation kam von Studentinnen, die ein Praxisprojekt zur Gestaltung medizinischer Räume vorstellten. Hier wird deutlich, wie vielseitig und kreativ junge Köpfe an die Herausforderungen der Zukunft herangehen.
Forschungsförderung und Innovation
Die Bedeutung von Forschung und Entwicklung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Mit einem Gesamtbudget von über 3 Milliarden Euro unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) eine Vielzahl von Schlüsseltechnologien. Dazu gehören unter anderem die Gesundheitsforschung, digitale Vernetzung und sogar innovative Ansätze in der Bildung. Diese Investitionen sind nicht nur für die akademische Welt von Bedeutung, sondern wirken sich auch direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft aus.
In diesem Kontext ist die Hightech Agenda Deutschland, die im Juli 2025 von der Bundesregierung beschlossen wurde, ein richtungsweisendes Dokument. Der Fokus liegt auf einer Neuausrichtung der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik, um die Wirtschaftskraft zu stärken und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Sechs Schlüsseltechnologien stehen dabei besonders im Rampenlicht: Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, klimaneutrale Energieerzeugung und klimaneutrale Mobilität. Es ist ein ehrgeiziges Vorhaben, das die Innovationskraft Deutschlands auf das nächste Level heben soll.
Gemeinsame Verantwortung für die Zukunft
Professor Dr. Jürgen Krahl von der TH OWL machte deutlich, dass die Verantwortung für diese Transformation nicht allein bei den Hochschulen oder der Industrie liegt. „Wir müssen als Gesellschaft zusammenarbeiten, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern“, sagte er. Das ist ein Appell, der in Zeiten des Wandels und der Unsicherheit mehr als nur ein Lippenbekenntnis ist. Es geht um eine gemeinsame Anstrengung, die alle Akteure einbezieht – und das spürt man in der Region OWL.
Der Transferpreis der TH OWL, den Professor Dr. Josef Löffl für sein Engagement im Austausch zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft erhielt, ist ein weiteres Beispiel für die hervorragende Zusammenarbeit. Projekte wie „Anno 1578“ in Lemgo, ein offener Raum für Begegnung und Lernen, zeigen, wie wichtig es ist, Brücken zu bauen. Innovative Studiengänge wie „Digital Management Solutions“ sind nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern auch ein Signal an die Studierenden: Hier wird Zukunft gestaltet!
Es war ein Tag voller Inspiration und Austausch in Detmold, und die Anwesenden gingen mit einem Gefühl der Zuversicht nach Hause. Die Herausforderungen sind groß, aber mit Mut, Zusammenarbeit und innovativen Ansätzen wird die Region Lippe und OWL auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft sicher nicht zurückbleiben.
