Heute ist der 21.05.2026 und wir werfen einen Blick auf Moers, eine Stadt, die viel Potenzial in sich birgt, aber gleichzeitig vor einigen Herausforderungen steht. IHK-Geschäftsführer Jürgen Kaiser, die Bürgermeisterin Julia Zupancic und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger haben kürzlich eine Standortanalyse in Moers diskutiert. Die Lebensqualität hier wird als hoch eingeschätzt, was natürlich erfreulich ist. Allerdings sieht die wirtschaftliche Lage etwas weniger rosig aus – die Einschätzung ist eher mittelmäßig.

Besonders die Innenstadt von Moers scheint ein Juwel zu sein und erhielt die beste Note am Niederrhein. Das klingt doch vielversprechend! Die Freizeit- und Kulturangebote sowie die Bildungsangebote werden ebenfalls positiv bewertet. Die Unternehmen sind zufrieden mit der zentralen Lage – das ist doch schon mal ein guter Start. Doch hier kommt der Haken: Die hohen Kosten, insbesondere der Gewerbesteuer-Hebesatz, werden als Hemmschuh für das Wachstum der mittelständischen Betriebe angesehen. Das ist ein dicker Brocken, mit dem die Stadt umgehen muss.

Die Last der Gewerbesteuer

Um das ganze Bild zu vervollständigen: Der Hebesatz für die Gewerbesteuer in Moers beträgt seit dem 01.01.2024 stolze 495 %. Das ist nicht gerade ein Schnäppchen. Zum Vergleich: In Städten wie Monheim am Rhein liegt der Hebesatz bei nur 250 %. Das bedeutet für Unternehmen in Moers, dass sie im Vergleich zu vielen Nachbargemeinden tief in die Tasche greifen müssen. Und die Nachbarn sparen sich ordentlich was – bis zu 230 % im Vergleich zu Moers. Das könnte durchaus ein Grund sein, warum die Wachstumsrate der Beschäftigten in der Stadt so langsam voranschreitet.

Die IHK hat die hohen Kosten als eine echte Belastung für Investitionen und Wachstum kritisiert. Die Stadt plant möglicherweise sogar höhere Steuern zur Haushaltskonsolidierung. Das könnte die wirtschaftliche Entwicklung noch weiter bremsen. Ein Teufelskreis, könnte man sagen. Die Planungs- und Genehmigungsverfahren in Moers dauern zudem viel zu lange, was die Verwaltung bei den Unternehmen mit „Mangelhaft“ bewertet wird. Es besteht ein dringender Bedarf an Strukturvereinfachungen und Prozessbeschleunigungen, damit die Unternehmer nicht zu lange auf grünes Licht warten müssen.

Ein Blick in die Zukunft

Bürgermeisterin Zupancic sieht jedoch Potenzial in Moers und möchte auf den positiven Ergebnissen der IHK-Analyse aufbauen, um die Stadt wirtschaftsfreundlicher zu gestalten. Ein hehres Ziel! Aber wie wird das konkret aussehen? Es bleibt abzuwarten, ob die Stadtverwaltung die nötigen Schritte unternimmt, um die Bedingungen für Unternehmen zu verbessern und die Attraktivität des Standorts Moers zu steigern.

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Wenn die Stadt es schafft, die Hürden abzubauen und gleichzeitig die Lebensqualität hochzuhalten, könnte Moers tatsächlich zu einem florierenden Wirtschaftsstandort werden. Aber das ist natürlich ein langer Weg, und der erste Schritt wäre, die Gewerbesteuer zu überdenken. Schließlich wollen die Unternehmen nicht nur überleben, sondern auch wachsen und florieren. Und das würde nicht nur der Wirtschaft, sondern auch den Bürgern der Stadt zugutekommen.