Luftfahrt als Hoffnungsträger: Neue Flüge nach Israel bringen frischen Wind in die Tourismusszene
Die Luftfahrtbranche zeigt sich aktuell von einer ganz neuen Seite – und das nicht nur im Rahmen der alltäglichen Flüge, sondern auch in Bezug auf neue Verbindungen, die uns nach Israel bringen. In den letzten Wochen haben sich die Dinge merklich beruhigt, und die Airlines reagieren prompt. Endlich gibt es wieder Hoffnung für die Tourismusbranche, die durch die aktuellen Konflikte stark gelitten hat. Die Lufthansa-Gruppe und Condor sind nur zwei der Fluggesellschaften, die ihre Routen nach Tel Aviv ausweiten. Reisende können sich freuen!
Die Lufthansa fliegt seit Mittwoch gleich zweimal täglich von Frankfurt nach Tel Aviv. Es ist ein starkes Zeichen, dass die Airline bereit ist, die Verbindungen wieder zu stärken, nachdem die israelische Airline El Al in Krisenzeiten den Flugbetrieb aufrechterhalten hat. Auch Austrian Airlines, die zur Lufthansa-Gruppe gehört, hat die Route von Wien nach Tel Aviv wieder aufgenommen und will die Frequenz auf elf Flüge pro Woche erhöhen. Das sind gute Nachrichten für alle, die Israel besuchen möchten! Eurowings plant ebenfalls, ab Mitte Juli die Verbindung zwischen Düsseldorf und Tel Aviv bis zu dreimal pro Woche anzubieten. Und für alle, die aus Hamburg reisen möchten, steht ab dem 10. Juli ein wöchentlicher Flug bereit.
Condor kehrt zurück
Aber das ist noch nicht alles! Condor bringt eine historische Verbindung zurück: Ab dem 2. August wird die Airline wieder von Frankfurt nach Tel Aviv fliegen. Geplant sind fünf wöchentliche Flüge mit einem Airbus A320. Die Flüge starten in den Abend- und Nachtstunden, sodass die Reisenden mitten in der Nacht in Tel Aviv ankommen. David Carlisle, Vice President Network Planning & Partnerships bei Condor, hebt hervor, wie wichtig diese Verbindung für die Airline und die Verknüpfung zu Europa und Nordamerika ist. Schließlich gibt es auf dieser Strecke nun direkte Konkurrenz zu Lufthansa und El Al! Das erste Mal flog Condor übrigens am 29. März 1956 nach Israel – ein ganzes Stück Geschichte, das nun wiederbelebt wird.
Die Flüge von Frankfurt nach Tel Aviv werden an verschiedenen Tagen unterschiedlich angeboten, das klingt vielversprechend und flexibel. So können Passagiere am Montag um 20:35 Uhr abfliegen und kommen um 02:00 Uhr am nächsten Tag an. Wer dienstags fliegen möchte, kann um 19:20 Uhr starten und um 00:45 Uhr ankommen. Auch für den Rest der Woche gibt es interessante Abflugzeiten. Rückflüge von Tel Aviv nach Frankfurt sind ebenfalls variabel und attraktiv gestaltet – ideal für einen Kurztrip oder einen längeren Aufenthalt.
Die Herausforderungen des Tourismus
Doch während das Flugangebot wächst, bleibt die Tourismusbranche in Israel weiterhin in einer tiefen Krise. Der Incoming-Tourismus hat sich dramatisch reduziert. Waren es vor einigen Jahren noch 4,9 Millionen Touristen, die Israel besucht haben, sind es mittlerweile nur noch etwa eine Million pro Jahr. Ein Drittel davon sind Familienbesucher, die nicht unbedingt als klassische Touristen gelten. Der Tourismus war einst der fünftgrößte Exportsektor Israels – jetzt sind es nur noch 2 Prozent. Besonders in Städten wie Tiberias, Nazareth und Safed ist der Rückgang spürbar, da viele Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Tourismus abhängen.
Die Sicherheitslage und die politische Situation schrecken viele potenzielle Reisende ab. Joel Bloch, Geschäftsführer von G&S Travel WeRIsrael, beschreibt die aktuelle Lage als die schlimmste in über 45 Jahren. Nach dem Hamas-Massaker im Oktober war der Tourismus praktisch zum Erliegen gekommen. Erst im Juni wurden erste Delegationen wieder empfangen, doch die Unsicherheit bleibt. Die Hoffnung, dass Touristen nach dem Ende des Krieges zurückkehren, ist da – doch bis dahin bleibt die Situation angespannt.
Die Rückkehr der Flugverbindungen ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bleibt abzuwarten, ob sich die Reisenden auch wieder in Scharen nach Israel aufmachen. Die Airlines sind bereit, die Nachfrage zu bedienen, doch die Sicherheit und das Image des Landes stehen weiterhin auf der Kippe. Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln und ob das Land bald wieder seine alten Glanzzeiten im Tourismus erleben kann.
