Heute ist der 11.05.2026 und die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist angespannt. Laut dem Ifo-Institut sehen 8,1 Prozent der Unternehmen ihren Fortbestand gefährdet. Das ist eine alarmierende Zahl und zeigt, dass die Unsicherheiten weiter zunehmen. Klaus Wohlrabe, der Leiter der Ifo-Umfragen, betont, dass diese angespannten Bedingungen nicht einfach verschwinden werden. Insolvenzzahlen könnten aufgrund geopolitischer Unsicherheiten weiterhin hoch bleiben. Gerade im Einzelhandel ist die Lage dramatisch: 17,4 Prozent der Unternehmen sehen ihre Existenz bedroht – ein neuer Höchststand, der zeigt, wie sehr die Kaufzurückhaltung der Verbraucher an den Nerven der Händler zerrt.

Die Konkurrenz durch den Online-Handel und Billiganbieter aus dem Ausland macht es den Geschäften zusätzlich schwer. Ganze 1,6 Prozent aller Handelsunternehmen, sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel, haben Angst, aufgeben zu müssen. Man fragt sich: Wie lange können diese Betriebe noch durchhalten? Die drei Hauptprobleme, die die Unternehmen plagen, sind fehlende Aufträge, steigende Betriebs- und Energiekosten sowie eine zunehmende Bürokratie, die oft wie ein schwerer Stein im Magen liegt. Viele Betriebe berichten von Liquiditätsengpässen, weil ihre Kunden sparen oder selbst insolvent werden. Das alles hat zur Folge, dass die Krise sich entlang der Lieferketten ausbreitet – eine echte Kettenreaktion.

Die Branchen im Fokus

Im Dienstleistungssektor sehen 7,6 Prozent der Unternehmen sich existenziell bedroht. Besonders hart trifft es das Gastgewerbe, wo fast 20 Prozent der Betriebe in der Klemme stecken. Auch in der Werbung und Marktforschung sind es 14,3 Prozent, die sich Sorgen machen. In der Industrie ist der Anteil der existenziell bedrohten Unternehmen mit 7,5 Prozent leicht gesunken, was vielleicht ein kleiner Lichtblick ist, aber die hohen Energie- und Rohstoffkosten sowie die internationalen Wettbewerbsnachteile bleiben ein drängendes Problem für die exportorientierten Branchen. Das Bauhauptgewerbe hat es ebenfalls nicht leicht: Hier stieg der Anteil der betroffenen Firmen auf 7,3 Prozent, was auf einen spürbaren Auftragseinbruch im Wohnungsbau zurückzuführen ist. Lange Genehmigungsverfahren und die Zurückhaltung der Banken bei Baufinanzierungen tragen ihren Teil zu dieser Misere bei.

Ein Blick auf die Insolvenzzahlen ist ebenso aufschlussreich: Im April 2023 wurden 1.776 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften gemeldet – der höchste Stand seit Juni 2005. Verglichen mit den Vorkrisenjahren 2016 bis 2019 ist das ein Anstieg von 82 Prozent. Der Handelsverband Deutschland (HDE) berichtet von einer schlechten Konsumstimmung, die sich in einem Konsumbarometer von nur 92,3 Punkten niederschlägt. Das ist der tiefste Stand seit Februar 2023. Und über 20 Prozent der Getränkehersteller haben Angst vor einer Insolvenz – das ist doch beunruhigend!

Ein düsterer Ausblick

Es ist klar, die wirtschaftliche Lage hat sich in den letzten Jahren stetig verschlechtert. Der DIHK-Analyst Volker Treier bezeichnet 2025 bereits als schwaches Jahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Mit 24.064 Unternehmensinsolvenzen, einem Anstieg von 10,3 Prozent im Vergleich zu 2024, scheint die Tendenz zur Firmenpleite ungebrochen. Besonders die Bereiche Verkehr, Logistik, Gastgewerbe und Baugewerbe sind betroffen. Auch die Privatinsolvenzen haben 2025 zugenommen und liegen bei 77.219, ein Plus von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das sind allesamt alarmierende Zahlen, die nachdenklich stimmen.

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Die Prognosen für 2026 deuten auf eine leichte Verbesserung hin, die jedoch stark von den geopolitischen und wirtschaftlichen Bedingungen abhängt. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) erwartet einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um 3,7 Prozent auf 23.100 Fälle. Das klingt zwar positiv, aber das Risiko weiterer Insolvenzen bleibt hoch, insbesondere wenn die Energiepreise weiter steigen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Lage entwickeln wird.