Heute ist der 13.05.2026 und das Thema, das die Gemüter erhitzt, ist das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), das kürzlich vom Bundeskabinett abgesegnet wurde. Es soll das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ablösen und hat das klar umrissene Ziel, das umstrittene Heizungsgesetz von Robert Habeck (Grüne) abzuschaffen. Klingt alles ganz gut, oder? Wenn da nicht die vielen Fragen wären, die dieses Gesetz aufwirft. Die Kritik kommt aus allen Ecken – von der Wirtschaft, den Kommunen bis hin zu den Grünen und Umweltverbänden. Wirklich ein heißes Eisen!

Ein zentraler Punkt der Debatte ist die sogenannte „Bio-Treppe“. Ab 2029 sollen neu installierte Öl- und Gasheizungen einen schrittweise wachsenden Bioanteil vorweisen. Das klingt nach einem nachhaltigen Ansatz, doch die Hintergründe und die Umsetzung sind alles andere als klar. Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) fordert etwa eine nationale Biomethan-Strategie, da noch unklar ist, wie verfügbar und kostengünstig alternative Kraftstoffe tatsächlich sein werden. Hier wird es schon ein bisschen nebulös.

Die Zahlen hinter der Bio-Treppe

Nun, ab 2028 soll die Beimischungsquote für die Bio-Treppe bei 1% liegen. Das hört sich anfangs weniger dramatisch an, aber überlegt mal: Aktuell liegt die Quote bereits bei etwa 1-2%. Ab dem 1. Januar 2029 wird es dann ernst, denn dann muss für neu installierte Heizungen eine Grüngasquote von 10% eingehalten werden. Um das Ganze zu erreichen, wären rund 22,5 TWh Biomethan notwendig. Das ist eine Menge, bedenkt man, dass 2024 in Deutschland nur 10,7 TWh Biomethan eingespeist wurden – und von diesen standen nur 0,68 TWh für die Wärmeproduktion zur Verfügung. Da fragt man sich, wo die ganzen Biogase herkommen sollen! Komischerweise wurden in diesem Jahr zudem lediglich 3,5 TWh importiert, hauptsächlich aus Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden. Das ist schon ein bisschen beunruhigend, oder?

Die CDU-Politikerin Reiche hat klargemacht, dass ein diversifizierter Energiemix notwendig ist. Wasserstoff soll da eine Rolle spielen, aber wie sieht es mit der Realität aus? Die steigende Nachfrage nach Wärmepumpen könnte dazu führen, dass weniger Gaskunden benötigt werden, was wiederum die Kosten für die Gasnetze in die Höhe treiben könnte. Das Gasnetz in Deutschland steht also vor einer ungewissen Zukunft. Und der Normenkontrollrat hat bereits die Unsicherheit bezüglich der Verfügbarkeit von Biomethan angemahnt. Es wird also spannend sein, wie sich das alles entwickeln wird.

Die Herausforderungen für Vermieter und Eigentümer

Auf der Seite der Vermieter gibt es ebenfalls einiges zu bedenken – sie sollen die Hälfte der Kosten für die Bio-Treppe tragen, was durchaus eine finanzielle Belastung darstellt. Ein Lichtblick könnte sein, dass die neuen Regelungen den Mieterschutz stärken, indem Vermieter für Mehrkosten verantwortlich gemacht werden. Aber das lässt die Eigentümer nicht unbedingt jubeln, denn sie könnten bestehende Öl- und Gasheizungen länger nutzen, da diese Regelungen nicht für alte Heizungen gelten. Ob das wirklich eine gute Lösung ist, bleibt fraglich.

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Ein weiterer Kritikpunkt ist die kurze Anhörungsfrist von nur wenigen Tagen, die Verbände als unzureichend empfinden. Man könnte fast meinen, dass hier der schnelle Gesetzesprozess wichtiger ist als eine fundierte Diskussion. Aber so ist das in der Politik manchmal – schnell, schnell, und dann wird geschaut, was dabei herauskommt.

Die Evaluierung des Gesetzes zur Unterstützung der Klimaneutralität ist für 2030 vorgesehen. Vielleicht bis dahin hat sich ja alles beruhigt und die Fragen sind geklärt. Aber bis dahin bleibt uns nur, die Entwicklungen im Auge zu behalten und zu hoffen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden – für die Umwelt und die Menschen, die in diesem System leben.