Ehrenamt in Frankfurt: Gemeinsam Stark für Wirtschaft und Gesellschaft
In Frankfurt am Main, einer der aktivsten Kommunen Deutschlands, engagieren sich rund 230.000 Menschen ehrenamtlich. Das ist nicht nur eine beeindruckende Zahl, sondern auch der Beweis dafür, wie wichtig das Ehrenamt für das tägliche Leben in dieser Stadt ist. Die Ehrenamtlichen sind nicht nur die Trainer von Jugendmannschaften oder Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, sondern auch die Menschen, die in schwierigen Lebenssituationen Beistand leisten. Das ehrenamtliche Engagement bietet jungen Leuten die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, während ältere Menschen Wertschätzung und das Gefühl, gebraucht zu werden, erfahren. Es ist also eine win-win-Situation für alle Beteiligten! Die Stadt hat erkannt, dass diese wertvolle Arbeit mehr Sichtbarkeit braucht.
Am 29. Mai wird im Kaisersaal des Römers die Veranstaltung „Engagiert für Frankfurt: Wirtschaft und Ehrenamt“ abgehalten. Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) lädt herzlich dazu ein. Gemeinsam mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer wird das Event organisiert, um die Verbindung zwischen ehrenamtlichem Engagement und wirtschaftlicher Verantwortung zu stärken. Es ist Teil der stadtweiten Kampagne „Jahr des Engagements 2026“. Bei dieser Veranstaltung werden nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Mehrwerte des Unternehmensengagements beleuchtet. Dabei wird es zwei Gesprächsrunden geben, in denen strategische Aspekte thematisiert werden.
Ein Blick auf die Gesprächsrunden
Die erste Runde, „Engagement strategisch gedacht“, wird mit Mike Josef, Susanne Haus, Jana-Marie Keine und Klaus-Stefan Ruoff besetzt. Hier können die Teilnehmenden tief in die strategischen Überlegungen eintauchen, die hinter dem Engagement von Unternehmen stecken. Die zweite Diskussionsrunde mit dem Titel „Geht da noch was?“ bringt eine bunte Mischung an engagierten Persönlichkeiten zusammen, darunter Yunus Cikrikcioglu von Kettenesel und Stefan Cornel von der Jugendfeuerwehr Frankfurt. Auch Simone-Franziska Glaser von der Sozialen Tier-Not-Hilfe e. V. Frankfurt und Kristin Friedrich von GOLDBECK GmbH sind mit von der Partie, um ihre Erfahrungen und Perspektiven zu teilen. Es wird spannend zu sehen, was diese engagierten Personen zu erzählen haben!
Ein weiteres Highlight wird der Austausch bei Kaffee und Kuchen sein – was gibt es Besseres, um ins Gespräch zu kommen? Hier wird nicht nur Networking großgeschrieben, sondern auch die Möglichkeit geboten, Best-Practice-Beispiele kennenzulernen und sich inspirieren zu lassen. Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und die IHK arbeiten intensiv daran, das ehrenamtliche Engagement in Wirtschaft, Handel und Handwerk stärker in den Fokus zu rücken. Vizepräsident Stefan Ehinger hebt die besondere Qualität des Ehrenamts im Handwerk hervor. Ehrenamtliche Handwerker investieren nicht nur Freizeit, sondern auch Fachwissen und unternehmerische Erfahrung in die Selbstverwaltung und Nachwuchsförderung.
Die Bedeutung des Ehrenamts
Das Ehrenamt hat in Deutschland eine lange Tradition. Rund 31 Millionen Menschen sind aktiv, sei es in der Natur, bei der Notrettung oder in der Integration. Ehrenamtliche Arbeit ist mehr als nur eine nette Geste – sie stützt das gesellschaftliche Leben. Und das Beste daran? Es gibt viele Motive, sich zu engagieren: von neuen Freundschaften über die Möglichkeit, sich politisch zu äußern, bis hin zu persönlichem Wachstum. Manchmal ist es einfach nur die Freude am Helfen, die einen antreibt.
Wer sich im Ehrenamt engagiert, kann auch von einigen finanziellen Vorteilen profitieren. Die Ehrenamtspauschale ermöglicht bis zu 960 Euro jährlich steuerfrei, während die Übungsleiterpauschale für pädagogische Tätigkeiten sogar bis zu 3.300 Euro jährlich beträgt. So bleibt auch der finanzielle Druck im Rahmen. Der Zeitaufwand ist flexibel und kann individuell gestaltet werden, was das Ehrenamt besonders attraktiv macht. Ob als Trainer in einem Verein, bei der Feuerwehr oder in religiösen Gemeinden – die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.
Und nicht zu vergessen: Der Versicherungsschutz für Ehrenamtliche variiert, aber viele Trägerorganisationen sorgen dafür, dass ihre Freiwilligen gut abgesichert sind. Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Haftpflichtversicherung sind nur einige der wichtigen Absicherungen für die, die sich engagieren. Das ist nicht nur beruhigend, sondern auch ein Zeichen des Respekts für die Arbeit, die Ehrenamtliche leisten.
Das kommende Event am 29. Mai könnte also ein Wendepunkt sein. Es könnten neue Impulse für das Ehrenamt in Frankfurt gesetzt werden, und wenn man bedenkt, wie viel Gutes das ehrenamtliche Engagement für die Gemeinschaft bewirken kann, ist das nur zu begrüßen. Vielleicht sehen wir uns ja dort – bei Kaffee, Kuchen und anregenden Gesprächen!
