Heute ist der 14.06.2026 und es gibt Neuigkeiten aus der Welt der Energieversorgung in der Schweiz. Fünf neue Reservekraftwerke sollen bis 2030 dafür sorgen, dass die Schweiz nicht im Dunkeln sitzt. Ein ganz schön ambitioniertes Vorhaben, das uns satte 2,3 Milliarden Franken kosten wird. Das Parlament muss noch zustimmen, aber die Idee ist, die Anlagen bis 2045 in Betrieb zu nehmen. Und – Überraschung – diese Anlagen werden mit CO2-neutralem Brennstoff betrieben, was im Vergleich zu dem alten Schweröl in Birr einen echten Fortschritt darstellt.

Die Kosten werden als „haushaltsneutral“ bezeichnet, was bedeutet, dass wir als Endverbraucher am Ende dafür blechen müssen. Eine Untersuchung der Eidgenössischen Finanzkontrolle wird sich mit der Beschaffung der Winterreserve auseinandersetzen. Das klingt nach einer gründlichen Sache, aber man weiß ja nie… In den letzten Verhandlungen zwischen dem Bund und den Energiekonzernen gab es bereits einige Schwierigkeiten. Die erste Ausschreibungsrunde wurde kurzerhand abgebrochen, weil die Angebote einfach zu teuer waren – eine eher unglückliche Situation.

Das Dilemma um die Winterreserve

Jetzt wird’s wirklich interessant. Zwischen 2026 und 2030 wird eine Übergangslösung in Birr zusätzlich über 350 Millionen Franken kosten. Ein Haufen Geld, und das Parlament hat bereits Widerstand angekündigt. Viele zweifeln an der Notwendigkeit dieser Reserveleistung. Die Elektrizitätskommission schlägt vor, eine Reserve von 500 bis 1400 Megawatt einzurichten, um einer drohenden Winterstromlücke entgegenzuwirken. Auf der anderen Seite argumentiert der WWF, dass wir das alles auch mit Speicherseen und Notstromaggregaten regeln könnten. Klar, dass die Stimmen für Investitionen in erneuerbare Kraftwerke immer lauter werden.

Was die Verträge mit den Energiekonzernen angeht, die sollen bereits vor der parlamentarischen Diskussion unterzeichnet werden. Man fragt sich schon, ob das wirklich im Sinne einer transparenten Demokratie ist. Risikomanagement wird großgeschrieben: Nach Analysen des Bundes könnten bei einer dreimonatigen Strommangellage im Winter Schäden von bis zu 84 Milliarden Franken entstehen. Das klingt fast nach einem Horrorszenario, nicht wahr?

Auf den Punkt gebracht: Reservekraftwerke im Fokus

Worauf wir uns freuen dürfen: Die neuen Reservekraftwerke werden in der Lage sein, hohe elektrische Leistungen bereitzustellen und unterbrechungsfrei Energie zu liefern. Während die Wasserkraftreserve die Energie in den Stauseen zurückhält, bringen die Reservekraftwerke zusätzliche Energie ins Stromsystem. Die aktuellen Verträge der bestehenden Reservekraftwerke in Birr, Cornaux und Monthey sind bis Mai 2026 befristet. Das Bundesamt für Energie (BFE) hat bereits eine Ausschreibung durchgeführt und im Mai 2025 fünf Projekten mit insgesamt 583 MW den Zuschlag erteilt.

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Die neuen Kraftwerke werden frühestens ab 2030 verfügbar sein. Bis dahin müssen wir uns mit den bisherigen Reservekraftwerken in Monthey und der befristeten Lösung in Cornaux begnügen, die zusammen 86 MW liefern. Und nicht zu vergessen das Kraftwerk Forsthaus in Bern, das mit 50 MW unter Vertrag genommen wurde. Ein Gasturbinen-Prüfstand von Ansaldo Energia in Birr wird ab Februar 2027 als Reservekraftwerk mit 250 MW bereitstehen. Es bleibt also spannend, wie sich die Dinge in der Energieversorgung entwickeln werden.