Heute ist der 3. Juli 2026 und in Bingen am Rhein, wo die Polizei gerade verstärkt Kontrollen durchführt, hat sich einiges getan. Elektrokleinstfahrzeuge sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Das gute Wetter und die Möglichkeit, schnell von A nach B zu kommen, verleiten viele dazu, E-Scooter oder E-Bikes zu nutzen. Doch wie wir jetzt wissen, kann das auch ganz schön ins Auge gehen, wenn man nicht auf die Vorschriften achtet!

Gestern Abend, am 2. Juli, wurden gleich drei Verkehrssünder auf ihren Elektrorädern aus dem Verkehr gezogen. Da wurde manch einer wohl in die Irre geleitet von der vermeintlichen Freiheit, die diese Fahrzeuge versprechen. Aber der Schein trügt – ohne die nötige Versicherung kann es schnell teuer werden!

Einmal zu spät dran

Zuerst erwischte es einen 37-jährigen Fahrer eines E-Scooters in der Schlossbergstraße. Um 18:20 Uhr, als die Dämmerung einsetzte, stellte die Polizei fest, dass sein Versicherungskennzeichen schon seit 2024 abgelaufen war. Der arme Kerl hatte keinen gültigen Nachweis dabei und schien überrascht zu sein, dass man die Versicherung jährlich erneuern muss. Die Beamten untersagten ihm die Weiterfahrt und leiteten ein Strafverfahren ein. Ein klassischer Fall von „Hätte ich mal besser aufgepasst“!

Später in der Nacht, um 22:00 Uhr, wurde ein 67-jähriger Fahrer eines E-Bikes in der Hitchinstraße kontrolliert. Sein Rad konnte durch einen Knopfdruck auf 25 km/h beschleunigt werden – eine Geschwindigkeit, die Versicherungspflicht nach sich zieht. Doch auch er hatte kein Versicherungskennzeichen und legte keinen Nachweis vor. Wieder ein Fall für die Polizei, die ihm die Weiterfahrt untersagte und ein Strafverfahren einleitete.

Ein dunkler Schatten der Dämmerung

Nur wenige Minuten später, um 22:06 Uhr, fiel ein 22-jähriger E-Scooter-Fahrer in der Kapuzinerstraße auf. Er fuhr ohne Beleuchtung durch die Fußgängerzone, was schon mal ein rotes Tuch für die Ordnungshüter ist. Und als wäre das nicht genug, stellte die Polizei auch noch einen Cannabis-Geruch fest. Ein kleiner Test und die Sache war klar – der junge Mann hatte am selben Tag Cannabis konsumiert. Ein Drogenschnelltest war positiv, eine Blutprobe wurde entnommen und das Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die Straßenverkehrsordnung nicht nur für die Sicherheit im Verkehr wichtig ist, sondern auch für die eigene Gesundheit.

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Versicherungspflicht – ein Muss für alle

Die Polizei hat eindringlich darauf hingewiesen: Elektrokleinstfahrzeuge wie E-Scooter und bestimmte Elektrofahrräder sind versicherungspflichtig. Wer ohne Versicherungsschutz unterwegs ist, handelt nicht nur fahrlässig, sondern begeht eine Straftat. Die HUK-COBURG bietet beispielsweise eine E-Scooter-Versicherung ab 20 € pro Jahr an, die Schäden an Dritten abdeckt. Das sind bis zu 100 Millionen Euro je Schadensfall! Ein klarer Hinweis, dass es sich lohnt, in die Sicherheit zu investieren.

Es gibt zwar keine Helmpflicht für E-Scooter-Fahrer, aber jeder weiß, dass ein Helm nicht schadet – vor allem bei der Geschwindigkeit, die diese kleinen Flitzer erreichen können. Und nicht zu vergessen: Der Antrag auf ein Versicherungskennzeichen ist kinderleicht und kann online erledigt werden. Einfach die Versicherung abschließen, die Plakette per Post erhalten und aufkleben – und schon kann man bedenkenlos losfahren!

Die Geschehnisse in Bingen am Rhein sind ein klarer Weckruf für alle, die die Freiheit auf zwei Rädern genießen wollen. Die Straßen sind nicht nur zum Fahren da, sondern auch zum Regeln und Einhalten von Vorschriften. Manchmal kann ein kleiner Fehler große Konsequenzen haben. Also lieber einmal mehr nachdenken, bevor man losdüst!