Verkehrschaos und Drogen: Geestlands Polizei zieht die Notbremse
In den letzten Tagen war die Polizei in Geestland besonders aktiv. Am 11. und 12. Juli fanden umfassende Verkehrskontrollen auf der A27 statt, genauer gesagt an der Anschlussstelle Bremerhaven-Überseehäfen und in Schwanewede. Es war ein heißer Sommerabend, und die Schweißperlen standen den Beamten auf der Stirn, während sie unermüdlich ihre Kontrollen durchführten. Wer denkt, dass nur das Auto fahren Spaß macht, der sollte sich mal die Gesichter der kontrollierten Fahrer ansehen – die waren manchmal unbezahlbar!
Die Bilanz dieser Kontrollen ist alarmierend. Ein 50-jähriger Cuxhavener wurde gestoppt, weil er nicht die erforderliche Fahrerlaubnisklasse für sein Gespann – einen Pkw samt Anhänger – besaß. Ein weiterer Cuxhavener, 48 Jahre alt, wurde ohne Fahrerlaubnis auf der A27 erwischt. Und dann war da auch noch ein 21-jähriger Lkw-Fahrer aus Lippstadt – ebenfalls ohne gültigen Führerschein. Die Liste ist lang: Ein 60-jähriger Bremer war auf einem Kleinkraftrad ohne Erlaubnis unterwegs, und ein 28-jähriger aus Osterholz-Scharmbeck wurde in der Nacht zum Sonntag ohne gültigen Führerschein kontrolliert. Das gibt einem echt zu denken, nicht wahr?
Drogen und der Straßenverkehr
Besonders brisant wird es, wenn der Drogenkonsum ins Spiel kommt. Ein 28-jähriger Hamburger wurde unter Drogeneinfluss (THC) mit seinem Pkw erwischt. Was viele nicht wissen: Drogenkonsum und Autofahren gefährden nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer. Es gibt keine Toleranz – selbst kleinste Mengen im Blut sind verboten! Für den betroffenen Hamburger wird es nun ernst: Eine Blutprobe wurde entnommen, und das könnte nicht nur teuer werden, sondern auch langwierige Folgen haben.
Die Strafen sind rigoros. Bei einem Nachweis von Drogen im Blut drohen Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren oder hohe Geldstrafen. Und das ist noch nicht alles: Bei Fahranfängern oder Personen unter 21 Jahren gilt ein absolutes Cannabisverbot. Der Grenzwert für THC im Blutserum wird zum 22. August 2024 auf 3,5 ng/ml angehoben, während für die jüngeren Fahrer der Wert bei 1 ng/ml bleibt. Bei drogenbedingten Fahrfehlern ist immer eine Straftat gegeben, was die Situation nur verschärft.
Die Folgen im Detail
Hier wird es wirklich interessant – oder besser gesagt, beängstigend. Ein Verstoß gegen die Drogenbestimmungen kann nicht nur zu einem Fahrverbot führen, sondern auch zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU). Und das kostet! Die finanziellen Folgen können schnell über 2.000 Euro betragen, wenn man die Bußgelder, Anwaltskosten und Drogenscreenings zusammenrechnet. Wer denkt, dass es mit einem netten „Entschuldigung“ getan ist, der irrt gewaltig.
- Ersttäter zahlen mindestens 500 Euro Bußgeld sowie 2 Punkte und haben ein einmonatiges Fahrverbot.
- Wiederholungstäter müssen mit Bußgeldern zwischen 1.000 und 1.500 Euro rechnen.
- Bei Unfällen unter Drogeneinfluss drohen strafrechtliche Verfolgung und langfristiger Führerscheinentzug.
Das ist kein Spaß. Die Führerscheinstelle kann die Erlaubnis ohne weiteres Verfahren entziehen. Und die Sperrfristen? Die können zwischen sechs Monaten und fünf Jahren liegen. Wenn man dann noch bedenkt, dass viele Versicherungen die Schadensübernahme verweigern, wird die ganze Sache erst richtig bitter.
Insgesamt zeigt sich, dass Drogen im Straßenverkehr ein ernstes Thema sind. Die Polizei in Geestland hat mit diesen Kontrollen ein deutliches Zeichen gesetzt. Man kann nur hoffen, dass die Fahrer aus diesen Erfahrungen lernen und zukünftig verantwortungsvoller mit ihren Verpflichtungen umgehen. Es geht schließlich um die Sicherheit aller!
