Sicher durchstarten: Warum junge Menschen jetzt an ihre Berufsunfähigkeit denken sollten
Der Schutz des eigenen Einkommens – ein Thema, das für viele junge Menschen in Deutschland oft etwas abstrakt erscheint. Man denkt an die ersten Schritte ins Berufsleben, das Abenteuer des Studiums oder die Aufregung einer neuen Ausbildung. Dennoch ist es genau in dieser Phase entscheidend, über die Absicherung bei Berufsunfähigkeit nachzudenken. Wie Oliver Mest, ein Versicherungsmakler, betont, ist eine ausreichende Absicherung für den Lebensunterhalt unerlässlich. Und das gilt nicht nur für ältere Arbeitnehmer, sondern auch für die, die gerade erst anfangen, ihren Platz im Job zu finden.
Im Jahr 2025 begannen rund 688.200 junge Menschen eine Berufsausbildung und 502.300 ein Hochschulstudium, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Diese Zahlen zeigen, dass eine große Portion der jungen Generation sich auf neue Herausforderungen einlässt. Doch was passiert, wenn psychische Belastungen, chronische Erkrankungen oder gar Unfälle dazwischenkommen? Immerhin wird jeder vierte deutsche Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig. Das klingt bedrohlich, ist aber eine Realität, der sich viele nicht bewusst sind. Vor allem die steigende Zahl von psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angstzuständen unter jungen Menschen sollte alarmieren. Burnout, Schlafstörungen und Erschöpfung sind keine Seltenheit mehr.
Die Bedeutung der Berufsunfähigkeitsversicherung
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist in diesem Kontext mehr als nur eine weitere Versicherungspolice – sie ist ein Sicherheitsnetz. Sie sichert monatlich ein Einkommen, wenn man aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kann. Leider haben nur etwa 25% der deutschen Haushalte eine solche Absicherung, obwohl Verbraucherschützer dringend dazu raten. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht oft nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Das bedeutet, dass viele auf eine BU angewiesen sind, um finanziell über Wasser zu bleiben.
Die Rentenhöhe der BU sollte dabei sorgfältig festgelegt werden. Das geschieht in drei Schritten: Zuerst wird der Bedarf anhand der Alltagskosten, der Gesundheits- und Altersvorsorge sowie 25% für Steuern ermittelt. Dann werden Ansprüche wie die EMR abgezogen, um die Rentenlücke zu berechnen. Schließlich bestimmen angemessene Gesundheitsprüfungen der Versicherer die versicherbare Rentenhöhe. Das klingt nach einer Menge Bürokratie – ist es auch! Aber diese Schritte sind wichtig, um sicherzustellen, dass man im Ernstfall gut abgesichert ist.
Frühzeitige Absicherung und Eigenverantwortung
Die frühe Absicherung bietet nicht nur bessere Bedingungen, sondern auch günstigere Tarife für junge und gesunde Menschen. Wer sich rechtzeitig um seine BU kümmert, hat die Chance, einen guten Vertrag abzuschließen, der im Ernstfall Sicherheit bietet. Denn der Verzicht auf diese Absicherung kann schmerzhafte Folgen haben: Einkommensverluste, Verschuldung und sogar sozialer Abstieg können die unangenehmen Begleiterscheinungen sein. Versicherungsmakler stehen hier unterstützend zur Seite und helfen bei der Auswahl der passenden Police.
Ein zusätzliches Problem stellt die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen dar, die Experten als Trend beobachten. Damit steigen auch die Risiken für Berufsunfähigkeit. Wer denkt, dass es einen nicht betreffen kann, irrt! Die Anträge auf Berufsunfähigkeitsrente werden in 80% der Fälle bewilligt, und das sollte zu denken geben.
Berufskrankheiten und deren Rückgang
<pEine interessante Facette des Problems sind die Berufskrankheiten. Im Jahr 2024 gab es 90.749 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit – ein Rückgang um 37,6% im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wurden 26.821 Berufskrankheiten anerkannt. Die Zahl der anerkannten Berufskrankheiten ist ebenfalls um 63,1% gesunken. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich die Bedingungen in vielen Branchen verbessern – oder dass weniger Menschen die Risiken melden. Ein gefährliches Spiel, denn gerade die jungen Arbeitnehmer sind oft am verletzbarsten.
Insgesamt ist das Thema Berufsunfähigkeit – gerade für die jüngere Generation – relevanter denn je. Durch eine proaktive und eigenverantwortliche Vorsorge sichern sich junge Leute nicht nur ihre finanzielle Freiheit, sondern auch ihre Lebensqualität. Das sollte der Ansporn sein, sich Gedanken über die eigene Absicherung zu machen, bevor es zu spät ist.
