Heute, am 16.05.2026, werfen wir einen Blick auf ein Thema, das für viele Geschäftsführer und Führungskräfte von großer Bedeutung ist: die D&O-Versicherung, auch bekannt als Directors-and-Officers-Versicherung. Sie ist kein Rundum-Schutz, wie man vielleicht annehmen könnte, sondern ein wichtiges Instrument im Risiko-Management, insbesondere in großen Unternehmen. Tatsächlich haben rund 95% der großen Unternehmen eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Bei kleineren Betrieben sieht das Bild etwas anders aus – hier liegt die Abdeckung nur bei etwa 70-80%. Man könnte fast sagen, dass Kleinunternehmer oft die Risiken unterschätzen, die sie in ihrer täglichen Arbeit eingehen.

Aber was ist das Besondere an dieser Versicherung? Zunächst einmal schützt sie Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte vor persönlichen Haftungsansprüchen, die etwa bei Insolvenzen auftreten können. Die Versicherungssummen für kleinere Unternehmen bewegen sich in der Regel zwischen 2 und 5 Millionen Euro, während größere Unternehmen sogar Summen von bis zu 20 Millionen Euro absichern können. Diese Zahlen sind besonders relevant, wenn man bedenkt, dass Insolvenzen der Hauptanwendungsfall für D&O-Versicherungen sind. Und die jährlichen Prämien? Die liegen irgendwo zwischen 3.000 und 5.000 Euro – eine Investition, die sich durchaus lohnen kann, wenn man die Risiken bedenkt.

Ein fester Bestandteil der Corporate Governance

Obwohl die D&O-Versicherung nicht verpflichtend ist, wird sie doch als wesentlicher Bestandteil der modernen Corporate Governance angesehen. Sie gibt Führungskräften die Sicherheit, dass sie im Falle von Fehlentscheidungen nicht persönlich haftbar gemacht werden können. Das ist ein beruhigendes Gefühl, vor allem in einer Zeit, in der die Anforderungen an Führungskräfte ständig steigen und das Risiko, in rechtliche Probleme verwickelt zu werden, nur allzu real ist. Viele Unternehmen haben das erkannt und setzen auf diese Versicherung, um sich abzusichern.

Interessanterweise wurde die D&O-Versicherung vor etwa 40 Jahren aus den USA nach Europa gebracht. Wo es zu Beginn in Österreich nur zwei Anbieter gab, sind es heute etwa 25 bis 30 – eine beachtliche Entwicklung! Die meisten dieser Versicherungsanbieter stammen aus dem angloamerikanischen Rechtsraum, was darauf hinweist, dass die Wurzeln dieser Art von Versicherung tief im internationalen Geschäft verwurzelt sind.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass Führungskräfte die D&O-Versicherung auch persönlich abschließen können. Das bringt allerdings sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Persönliche Policen können unter Umständen eine breitere Abdeckung bieten, aber sie können auch teurer sein und sind nicht immer die beste Lösung. In jedem Fall ist es wichtig, sich gut zu informieren und die verschiedenen Möglichkeiten abzuwägen.

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In einer Welt, in der Risiken ständig im Wandel sind und die rechtlichen Rahmenbedingungen sich schnell ändern können, ist es unerlässlich, sich mit dem Thema D&O-Versicherung auseinanderzusetzen. Egal, ob in großen Konzernen oder kleinen Familienbetrieben – die Absicherung gegen persönliche Haftungsansprüche sollte für jede Führungskraft ein ernsthaftes Thema sein. Schließlich kann niemand vorhersagen, was morgen passiert, und ein bisschen Sicherheit kann nie schaden.